Samstag , 31. Oktober 2020
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Haushaltsausschuss gibt Landesmittel für Libeskind-Bau frei

Hannover/Lüneburg. Das Land Niedersachsen gibt die bereits im Jahre 2012 zugesagten 21 Millionen Euro Fördergelder für den Bau des neuen Zentralgebäudes der Leuphana Universität Lüneburg frei. Einen entsprechenden Beschluss fasste heute, Mittwoch, der Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtags einstimmig. Auch der neue Landtag unterstützt damit nach intensiver Prüfung aller von der Universität vorgelegten Unterlagen das Bauprojekt der Lüneburger Hochschule. Damit hat die Leuphana ein weiteres wichtiges Etappenziel erreicht. Angesichts anhaltender Kritik an dem Neubau und dessen Finanzierung reagiert die Leuphana erleichtert. Universitätspräsident Sascha Spoun spricht von einer „wegweisenden Entscheidung“.

Konkret ging es bei den Beratungen um die Nachtrags-Bauunterlage N-ZBau. Die Universität hatte das Dokument dem Land Niedersachsen bereits im Herbst des vergangenen Jahres vorgelegt. Sie erläutert darin Errichtungskosten in Höhe von 76,05 Mio. Euro. Deren Finanzierung ist sichergestellt. Darüber hinaus kalkuliert die Hochschule unverändert mit Risiken in Höhe von 8,4 Mio. Euro. Um Vorsorge für den Fall zu treffen, dass solche Risiken tatsächlich eintreten, hatte der Stiftungsrat der Leuphana das Präsidium Anfang Mai mit der Entwicklung eines entsprechenden Konzepts beauftragt.

Unabhängig davon hat die Leuphana in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen des Landes inzwischen Einsparmöglichkeiten in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro für das Bauprojekt identifiziert. Die Einsparungen sollen vor allem bei der Haustechnik und der Gestaltung von Außenanlagen erzielt werden. Größere Summen ergeben sich durch den Verzicht auf Betonkerntemperierung (200.000 €) und Kühldecken (500.000 €), eine abgespeckte Gebäudeautomation (500.000 €), Reduktionen bei Medientechnik (300.000 €) und Beleuchtung (300.000 €) sowie durch eine Optimierung der Lüftungsanlagen (100.000 €).

Schon vor der Sitzung des Landtagsausschusses hatte Dr. Volker Meyer-Guckel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Leuphana, auf die in letzter Zeit unternommenen Anstrengungen zur gemeinsamen Lösung der Probleme hingewiesen. Er nannte in diesem Zusammenhang den Baubeirat des Stiftungsrats und die Steuerungsrunde von Leuphana, Oberfinanzdirektion und Fachministerium. Den Schulterschluss zwischen Universität und Landesregierung wertete er als klares Signal für den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahme.