Samstag , 24. Oktober 2020
Im Lüneburger Klinikum brach am Montagabend ein Feuer aus. Foto: Feuerwehr

Feuer im Lüneburger Klinikum – Es war Brandstiftung

UPDATE 9.15 Uhr

Nach dem Feuer Montagabend im Lüneburger Klinikum ermittelt die Polizei jetzt gegen eine Patientin wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Im Zimmer der 29-Jährigen war der Brand ausgebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die Frau in einem Waschbecken Papierhandtücher entzündet. Sie gilt laut Polizeisprecher Kai Richter als psychisch auffällig.

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Der Vorfall hatte sich in der „Intermediate Care Station“ (ICS) ereignet, die unmittelbar neben der Intensivstation liegt. Letztere war aber laut Klinik-Sprecherin Angela Wilhelm nicht betroffen.
Die ICS, gewissermaßen eine Zwischenstation zwischen Regulär und Intensiv, in der elf Patienten lagen, wurde zunächst geräumt, die Patienten konnten aber noch in der Nacht in ihre Zimmer zurückkehren.

Die Feuerwehr lobte ausdrücklich das Verhalten des Klinikpersonals, das die Menschen in Sicherheit gebracht und die Flammen gelöscht hatte. Zunächst hatte es eine erhebliche Rauchentwicklung gegeben, auch die Alarmsysteme hätten dann tadellos funktioniert, so Polizeisprecher Richter.

Von Thomas Mitzlaff

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch in der LZ.

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Lüneburg. Schreck im Lüneburger Klinikum: Am Montagabend ist in einem Patientenzimmer ein Feuer ausgebrochen. Die Patientin, in deren Zimmer es zu dem Brand kam, war in der Intensivstation untergebracht. Offenbar ist es auch dem Einsatz des Klinikpersonals zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert wurde. „Das Personal hat hervorragend reagiert und die Patientin sofort in Sicherheit gebracht“, lobt Daniel Roemer, Sprecher der Lüneburger Feuerwehr. Die Frau blieb durch das Feuer unverletzt.

Laut Roemer brannten in den Zimmer Kleidungsstücke und Papier. Die alarmierten Einsatzkräften konnten den Kleinbrand schließlich löschen und ein Übergreifen auf weitere Räume verhindern. Allerdings musste die gesamte Station zunächst geräumt und anschließend gelüftet werden. Wie es zu dem Feuer kam, ist derzeit noch völlig unklar. „Das ist nun Aufgabe der Brandermittler“, so Roemer.

Ab wann die Intensivstation wieder genutzt werden kann, stand am Abend ebenfalls noch nicht fest. lg