Samstag , 24. Oktober 2020

1200 Menschen demonstrieren auf dem Marktplatz

Lüneburg. Stress pur war es für die Organisatorinnen und Organisatoren. „Jetzt müssen wir erst einmal durchschnaufen“, sagte Bettina Schröder-Henning, von der Bürgerinitiative (BI) „Unser Wasser“, als nach 75 Minuten die von der BI auf dem Lüneburger Marktplatz organisierte Demonstration gegen den von der Coca-Cola GmbH angestrebten dritten Brunnen im Landkreis Lüneburg beendet war. 1200 Menschen waren nach Angaben der Polizei gekommen. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, erklärte Bettina Schröder-Henning, Mitbegründerin der BI.

„Wasser ist Leben und gehört niemandem“, war auf einem Transparent zu lesen. „Coca-Cola und Konsort wollen unser Wasser horten“ auf einem anderen oder: „Wasser ist Leben. Nicht maßloser Gewinn.“ Kreativ war auch Stefan Metzger-Frey, der eigens ein Lied geschrieben hatte, das er mit Felix Temmesfeld und Reinhard Bartschies vortrug: „Warum in die Tiefe bohren? Was hat Cola hier verloren? Zu viel Jahr‘, zuwenig Regen! Lüneburger, seid dagegen!“

Bettina Schröder-Henning, Marianne Temmesfeld, Cornelia Höllger und Karsten Riggert von der Bürgerinitiative hatten ihre Argumente gegen das Ansinnen der Coca-Cola GmbH zusammengetragen.

Zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung war auch die Polizei. „Eine bürgerlich-friedliches Publikum, das mit einem ernsthaften Ansinnen hier ist und das hinsichtlich der Corona-Bestimmungen wahnsinnig diszipliniert“, erklärte Einsatzleiter Volker Reinke.

Anlässlich der Demonstration auf dem Marktplatz meldete sich am Freitagnachmittag auch Coca-Cola zu Wort.  Mehr dazu lesen Sie am Sonnabend in der LZ.  Eine Story dazu finden Sie auf unserer Instagram-Seite

Von Ingo Petersen