Samstag , 8. August 2020
Der Rat der Hansestadt hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die lokale Wirtschaft weiter zu unterstützen. (Foto:t&w)

Hilfsfonds II steht bereit

Lüneburg. Der Rat der Hansestadt hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die lokale Wirtschaft weiter zu unterstützen. Einstimmig wurde dafür der Härtefallfonds II „Wir für Lüneburg“ mit einem Volumen von 500 000 Euro auf den Weg gebracht. Wie berichtet sollen mit dem Fonds kleine und mittelständische Unternehmen bis zu 250 Mitarbeiter gefördert werden.

Bis zu 30 000 Euro können per Antrag als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt werden. Gefördert werden sollen Personalkosten, die für erforderliche Innovationen zur Umstellung des Dienstleitungsangebots oder Produktportfolios als Folge der Corona-Krise anfallen. Die Förderung durch die Hansestadt Lüneburg soll eine Ergänzung zu den von Land und Bund im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgelegten Programmen darstellen.

„Die Krise ist noch nicht vorbei“

„Die Krise ist noch nicht vorbei“, sagte Jule Grunau (Grüne), die das Thema als Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses bereits begleitet hat. Zwar sei die Unterstützung von Unternehmen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser geraten seien, Aufgabe von Bund und Ländern, „aber wir dürfen die Augen nicht vor den Problemen verschließen“.

Auch von anderen Ratsmitgliedern wurde die Bereitstellung des zweiten Härtefallfonds begrüßt. „Gut und richtig und richtiger Zeitpunkt“, kommentierte Michèl Pauly das Paket. Rainer Mencke (CDU) wies auf die Bedeutung der Gewerbesteuer als wichtigster Einnahmequelle der Stadt hin. Frank Soldan (FDP) wiederum zeigte sich enttäuscht, dass der Kreis sich nicht an dem Fonds beteiligt, zumal viele Bewohner des Landkreises in Lüneburg arbeiteten.

Anträge können ab sofort bis Montag, 30. September, bei der Wirtschaftsförderung Lüneburg gestellt werden. Näheres im Netz.

Von Ulf Stüwe