Leo von Hoyningen-Huene, COO von Vonmählen, Julian Thormählen und Sascha Elfers (v.l.) zeigen die Masken, die in China produziert werden. (Foto: t&w)

Fünf Millionen Masken

Lüneburg. Als Julian Thormählen, Geschäftsführer von Vonmählen, mitbekam, dass es in lokalen Einrichtungen zu einem Engpass an Atemschutzmasken kommt, war ihm klar: „Wir müssen unser Knowhow und unsere Ressourcen einbringen und diesen Bedarf decken.“ Seit einem Monat lässt das Lüneburger Startup, das sonst Tech-Lifestyle Produkte designt und entwickelt, in chinesischen Partnerfabriken Atemschutzmasken und OP-Masken produzieren und verkauft diese an Unternehmen im Gesundheitswesen. Die neugegründete Plattform „Younity“ soll zudem Privatpersonen den Zugang zu Atemschutzmasken ermöglichen – und gleichzeitig Spenden an gemeinnützige Organisationen fördern.

Viel Wert legt Vonmählen dabei auf den Qualitätsstandard der Atemschutzmasken. „Wir haben über 100 Fabriken in China virtuell und durch Kollegen vor Ort besucht“, zeichnet Thormählen die Anfänge auf. Neun Betriebe konnten schließlich durch ihre Erfahrung in der Produktion von Atemschutzmasken des Typs FFP II überzeugen und produzieren diese nun für Vonmählen.

Fünf Millionen Masken konnten so bereits innerhalb Deutschlands und nach Österreich sowie in die Schweiz verkauft werden. „Im Herz- und Gefäßzentrum in Bad Bevensen haben wir angefangen“, schildert Thormählen, dem die Unterstützung regionaler Einrichtungen besonders wichtig ist. Doch obwohl das junge Unternehmen mit seiner Idee einen großen Bedarf decken konnte, merkten Thormählen und seine Kollegen schnell, dass ein Aspekt fehlte. „Auch Privatpersonen wollen sich mit Atemschutzmasken versorgen.“

Deshalb riefen sie die Internet-Plattform „Younity“ ins Leben. „Der Name ist eine Mischung aus You (engl. für Du) und Unity (engl. für Einheit) – Du bist Teil der Gemeinschaft, dafür steht die Plattform“, erklärt Sascha Elfers, Head of Marketing. Denn für jede Maske, die dort gekauft wird, spendet Vonmählen automatisch die gleiche Anzahl an eine Hilfsorganisation. Dabei hat man die Wahl zwischen einer FFP II- Maske und einer einfachen OP-Maske. Gespendet werden bisher an die Caritas oder an den Verein Lebensheldin, der sich für krebskranke Frauen einsetzt. „Wir sind aber schon dabei, noch andere Organisationen mit ins Boot zu holen, damit die Käufer eine größere Auswahl haben“, erklärt Elfers.

Wie lange Vonmählen die Maskenproduktion aufrecht erhält, steht bisher noch nicht fest. „Auf jeden Fall so lange, bis der Bedarf in der Gesellschaft gedeckt ist“, sagt Thormählen.

Die Masken sind erhältlich auf der Seite www.younity.shop .

Von Lilly von Consbruch