Sonntag , 27. September 2020
Die Haltestelle Eisenwerk im Industriegebiet Hafen wird mit der Haltestelle Gebrüder-Heyn-Straße zusammengelegt. Sie wird dann auch ihren Namen tragen. (Foto: be)

Zwei Haltestellen werden zu einer

Lüneburg. Die angekündigte Streichung von Haltestellen zum neuen Nahverkehrsplan ab Dezember 2019 hat vielfach zu Nachfragen geführt. Vor allem die betroffenen Haltestellen im Industriegebiet Hafen sorgen für Verstimmung. Doch nicht jede Auflassung ist auch mit einem kompletten Wegfall verbunden, wie die Stadtverwaltung betont.

„Wieso macht man den Fahrgästen das Leben schwerer, als es ohnehin ist?“, fragt Michael Meyer mit Blick auf die Streichung der Haltestellen der Linie 5010 im Industriegebiet Hafen. „Die Menschen, die dort arbeiten, müssen rechtzeitig an ihrem Arbeitsplatz sein“, sagt der Lüneburger, die Streichung dieser Haltestellen findet er deshalb „besonders schlimm“. Doch ganz so schlimm wird es nun doch nicht kommen. Zwar werden zwei Haltestellen im Hafen gestrichen, allerdings sollen sie mit einer anderen zusammengelegt werden. Um diese Haltestellen geht es:

5010: Eisenwerk und Gebrüder-Heyn-Straße
Die Haltestellen werden zusammengelegt zu der neuen Haltestelle „Gebrüder-Heyn-Weg“, die etwa etwa mittig zwischen den bisherigen Haltestellen entstehen soll.

5010: Kurt-Höbold-Straße und Otto-Brenner-Straße
Beide Haltestellen werden zusammengelegt zu der neuen Haltestelle „Kurt-Höbold-Straße“.

Weitere Ergänzungen und Leseranmerkungen zum Streichkonzert:
5010: Richard-Brauer-Straße
Die Haltestelle wird wegen der Neuordnung der Linien 5004, 5009 und 5010 nicht mehr angefahren, der Ersatzhalt wird dafür der „Wacholderweg“.

5010: Walter-Bötcher-Straße
Auch diese Haltestelle wird wegen der Neuordnung der Linien 5004, 5009 und 5010 nicht mehr angefahren, Ersatzhalt wird „Hagen Schule“.

5012: Hans-Steffens-Weg
Renate Körner wohnt am südlichen Ende des Hans-Steffens-Weges und hofft, dass die Haltestelle „Hans-Steffens-Weg“ erhalten bleibt. Für sie und ihren Mann, beide im hohen Alter, sei jeder weitere Meter eine zusätzliche Anstrengung. Zudem würden in ihrem Viertel auch viele Studenten wohnen, die den Bus nutzen. Sollte die Änderung kommen, würden sie und ihr Mann wohl aufs Taxi umsteigen müssen. Die Streichung ihrer Haltestelle fände sie „sehr schade.“ Die Verwaltung will die Haltestelle um etwa 200 Meter in Richtung Carl-Gottlieb-Scharff-Straße verlegen, sie erhofft sich davon eine bessere Abdeckung des Quartiers.

5007: Vrestorfer Weg
Thorsten Seiffart beklagt die Streichung der Haltestelle „Vrestorfer Weg“ (5007). Er empfindet es als Zumutung, dass Menschen mit Behinderung nun bis zur Haltestelle „Schwarzer Weg“ gehen müssten. Das aber sei laut Verwaltung nicht geplant, vielmehr schlägt sie die Haltestelle „Artlenburger Landstraße“ der Linie 5009 als Alternative vor. Gleiches würde auch für die Haltestelle „Edeka“ gelten. Die Verwaltung erhofft sich von den Streichungen eine Beschleunigung der Linie 5007.

5007: Hasenburger Berg
Die Haltestelle „Hasenburger Berg“ (5007) an der Soltauer Straße wurde im Text versehentlich als „Hasenburger Weg“ bezeichnet. Wie berichtet, entfällt diese Haltestelle, alternativ sollen die Haltestellen „Zentralfriedhof“ und „Ginsterweg“ genutzt werden.

Von Ulf Stüwe