Montag , 21. September 2020
Mit Hilfe der Feuerwehr pumpen Vereinsmitglieder am Samstagmorgen das Wasser aus dem vollgelaufenen Ewer. Foto: ca

Ewer steht unter Wasser

Lüneburg. Es war für Vereinsvorsitzenden Ernst Bögershausen und seine Mitstreiter am Sonnabend ein Schock: Ein Passant hatte entdeckt, dass der Ewer mit Wasser voll gelaufen war. Die Crew brauchte Hilfe von der Feuerwehr. Der Brandmeister vom Dienst, Sven Breiter, und ein Dutzend Kameraden rückten im Alten Hafen mit Pumpen an, um das Wasser aus dem Schiff zu befördern.

Wahrscheinlich haben die Pumpen versagt

Bögershausen geht nicht von Sabotage aus: „Dann müsste schon jemand mit einer Axt ein Loch in den Rumpf geschlagen haben.“ Wahrscheinlicher sei, dass Pumpen, die an routinemäßig an Bord laufen, ausgefallen seien. Doch das müsse man klären. Einen Zusammenhang mit einer anderen Aktion sah Bögershausen nicht: Vor einigen Tagen hatten Unbekannte Taue gelöst. Nur durch Zufall war das Frachtschiff nicht abgetrieben und die Kaufhausbrücke gekracht.

 

Die Reparatur dürfte aufwendig werden: „Wir müssen den Motor ausbauen, auch die Batterien werden gelitten haben.“ Wie lange es dauern wird, das Schiff wieder fit zu machen, kann Bögershausen noch nicht abschätzen. Die Feuerwehr geht auch nicht davon aus, dass austretende Betriebsstoffe die Ilmenau in größerem Maße verunreinigen. Sven Breiter sagte: „Die Mengen sind so gering, die bauen sich selber ab.“

 

von Carlo Eggeling