Donnerstag , 1. Oktober 2020
Freut sich, nach sechs Jahren wieder am Rosen-Set sein zu können: Gunter Ziegler. Foto: be

Ein Leben zwischen L.A. und Lüneburg

Lüneburg. Er liebt Los Angeles, lebt dort sechs Monate im Jahr, arbeitet und ist ständiger Gast im Fitnessstudio. Jetzt kehrt Gunter Ziegler in die Stadt zurück , von der er sagt: „Lüneburg ist halt Lüneburg – eben schön.“

Bereits 2012 war er in 117 Folgen der Roten Rosen der britische Kriegsveteran Pete, Vater von Susann, der damaligen von Elisabeth Lanz gespielten Haupt-Rose, und Lebenspartner von Erika Rose (Madeleine Lierck-Wien). Das Comeback von Pete erklärt Gunter Ziegler so: „Er war all die Jahre auf Seefahrt, aber die Sehnsucht nach den Freunden treibt ihn zurück. Erika ist zunächst schockiert, Pete muss ihr erstmal erzählen, warum er so lange weg war – doch alles wird gut.“

Ausbildung zum Innendekorateur

In diesen sechs Jahren hat auch der Schauspieler viel erlebt, der nach einer Ausbildung zum Innendekorateur privaten Schauspielunterricht nahm, Theater spielte und in Serien wie „Unser Walter“, „Das blaue Palais“ und „Derrick“ spielte. Im Alter von 40 Jahren wagte der heute 68-Jährige den Sprung über den großen Teich. Gleich in fünf Filmen des im Dezember 2017 verstorbenen Regisseurs Ulli Lommel agierte er: 2004 spielte er die Hauptrolle des psychopathischen Frauenmörders Joe Singer in „Zombie Nation“, war zudem zu sehen in „Zodiac Killer“, „The Raven“, „Dungeon Girl“ und „Absolute Evil“.

Auch in amerikanischen TV-Produktionen spielte er mit: „Eine Zeitschleife brachte mich in meiner Rolle als Nazidoktor auf das ,Raumschiff Enterprise‘ zu Captain Picard.“

Arnie und Ralf Möller sind seine Freunde

Lebt Gunter Ziegler in Los Angeles, geht er regelmäßig ins World Gym, das Fitnessstudio von Joe Gold, in dem er schon mit Arnold Schwarzenegger und Ralf Möller trainierte. Beide zählt er zu seinen Freunden. Er mag gesundes Essen und Sport: „Ich spiele Tennis und bin leidenschaftlicher Golfer.“ Und er kennt die ganz Großen des Tennis: „Beim Turnier in Indian Wells bin ich als Fahrer freiwilliger Helfer, habe schon Stars wie John McEnroe, Rafael Nadal und Venus Williams gefahren – vom Flughafen zum Hotel und von dort zum Platz.“

„Ich bin in einem Alter, in dem es Pension gibt“, sagt der Akteur, dem sein Schauspielberuf aber weiter Geld ins Portemonnaie bringt: „Ich arbeite in Los Angeles als Synchronsprecher, auch in Deutschland. Zum Beispiel für eine Show mit Wasserski-Artisten.“ Den Superhelden Beowolf gab er für die ZDF-Dokumentation „Terra X“. Und bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel steht er seit 2004 jeweils im Frühjahr/Sommer auf der Bühne.

Nun aber ist er wieder der abenteuerliebende Pete in seinem geliebten Lüneburg: „Ich bin glücklich, dass ich sogar wieder die Wohnung bekommen habe, in der ich 2012 lebte. Im dritten Stock – ohne Lift. Das hält jung.“ rast