Freitag , 25. September 2020
In der Redaktion des Nachrichtenportals "Nau.ch" müssen die Ortsnamen Lüneburg in Norddeutschland und Lünebach in der Eifel verwechselt worden sein. Foto: reinhardt

Tierische Verwechslung

Lüneburg. Monika Reinhardt staunte nicht schlecht, als sie am Freitag auf ihr Mobiltelefon schaute. Gerade noch hatte sie ihrem Sohn Stefan in der Schweiz ein Bild vom Maulwurf in ihrem Garten in Vögelsen geschickt. Zurück kam ein ebenso tierischer Foto-Gruß von Stefan, der gerade mit dem Zug vom Vierwaldstädtersee nach Interlaken unterwegs war. „In Lüneburg (D) sind zwei Löwen, zwei Tiger und ein Bär aus dem Zoo ausgebrochen.“, stand dort in dicken Lettern auf dem Bildschirm eines Nachrichten-Bildschirms. Mutter und Sohn lachten herzlich über diese Fehlermeldung. „Dass das nicht sein konnte, war uns natürlich klar“, erzählt Reinhardt. Schließlich hat Lüneburg gar keinen Zoo.

Falscher Ort, falscher Alarm

Als die 74-Jährige am Freitagabend die Nachrichten im Fernsehen schaute, löste sich das Rätsel auf. Dort wurde von ausgebrochenen Raubtieren im Eifel-Zoo in Lünebach berichtet. Ein Mitarbeiter des schweizer Nachrichtenportals „Nau.ch“, das die Bildschirme in den schweizer Zügen mit Meldungen versorgt, muss schlichtweg die Ortsnamen verwechselt haben. Erreichbar war in der Redaktion der Nau media AG am Wochenende niemand.

Letztendlich stellte sich auch noch der Rest der Nachricht von den Raubtieren, die während eines schweren Gewitters aus ihren Käfigen entkommen sein sollten, als nicht korrekt heraus.  Nur ein Bär war tatsächlich aus seinem Gehege ausgebrochen und wurde auf einem Weg des Zoogeländes erschossen (LZonline berichtete).

Mehr dazu:

https://www.landeszeitung.de/m/7171

von Katja Grundmann