Freitag , 30. Oktober 2020
Nikolaus kommt traditionell im Boot nach Lüneburg und wird von Esel Elsa, Knecht Ruprecht und vielen Kindern zur Nicolai-Kirche begleitet. Foto: t&w

Nikolaus füllt zuerst die Lüneburger Stiefel

Lüneburg. Pünktlich um 17 Uhr legte Nikolaus mit seinem Gefolge, 20 Kinder verschiedener Nationalitäten, in zwei Booten an der Kai-Mauer hinter der ehemaligen Bezirksregierung an, grüßte die rund 450 Kinder und Erwachsenen, die schon auf ihn gewartet hatten. Bereits zum 27. Mal machte er am Vorabend des Nikolaus-Tages Station in Lüneburg, bevor er in der Nacht alle anderen Stiefel auf der Welt mit Leckereien und mit anderen Präsenten füllte.

Begleitet wurde der Bischof von seinem Knecht Ruprecht und dem Esel Elsa, der etliche Streicheleinheiten von den Kindern bekam. Viele der kleinen Nikolaus-Fans hatten Laternen dabei. Zu den Klängen eines Posaunenchors der Musikschule ging es unter der Reichenbachbrücke hindurch durchs alte Wasserviertel zur Nicolai-Kirche. Dort erlebten die Kinder die mit einem Singspiel nachempfundene Geschichte des Bischofs Nikolaus aus Myra, der vor rund 1700 Jahren der Legende nach die Kinder seiner Stadt vor Piraten rettete, indem er den Bösewichten alles Gold der Stadt aushändigte.

Und dort gab es für die Kinder auch wieder viele Tüten mit Pfefferkuchen, die Anette Richter für sie parat hatte. Die Niederländerin war es auch, die vor 27 Jahren die Idee aus ihrer Heimat, wo Nikolaus immer am 5. Dezember gefeiert wird, mit in ihre neue Heimat nach Lüneburg brachte.

Daneben hatte der Nikolaus gestern noch etwa 50 weitere Helfer, so passten Mitglieder der DLRG, die die Boote stellte, auch an den Kai-Anlagen auf, dass niemand unfreiwillig baden geht. Den Lichterwurm sicherte vorne Karsten Albrecht, der bereits zum 25. Mal dabei war. Und ein Jubiläum feierte auch Jochen Möller er schlüpfte für die Nicolai-Aktion zum 25. Mal ins Nikolaus-Kostüm. rast