Dienstag , 20. Oktober 2020
Freiwillig setzte sich Anna Steckelberg für die Protestaktion der Lüneburger amnesty-Jugendgruppe hinter Gittern. In El Salvador können Frauen wegen Abtreibung für lange Zeit ins Gefängnis gesperrt werden. Foto: mm

Schülerin hinter Gittern +++ Mit LZplay-Video

mm Lüneburg. Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen setzten Schülerinnen der Lüneburger Jugendgruppe von amnesty international in der Bäckerstraße ein Zeichen. In einem Käfig hockte Anna Steckelberg aus der elften Klasse des Gymnasiums Oedeme. Der Hintergrund: In dem südamerikanischen Land El Salvador herrscht absolutes Abtreibungsverbot. Auch jede Frau, die durch Fehlgeburt ein Kind verloren hat, sei dort von Haft bedroht.

Die Aktion war Teil der amnesty-Kampagne „My body, my right“. In der Lüneburger Fußgängerzone hatten die Schülerinnen den Käfig aufgebaut, informierten Passanten über die Situation von Frauen in El Salvador, die ein Kind verloren haben. Sprecherin Esra Grun aus der 12. Klasse der Herderschule erklärt: „In El Salvador gibt es ein Abtreibungsverbot für Frauen sogar nach Vergewaltigungen. Teilweise bringen sich Frauen um, weil sie das Baby von dem Vergewaltiger gebären müssen.“ Oder sie treiben ab und landen dafür dann im Gefängnis. Die längste Strafe dafür seien 40 Jahre Haft. „Eine Frau hatte eine Fehlgeburt. Ihr wurde trotz fehlender Beweise eine Abtreibung unterstellt“, sagt Esra Grun.

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