Samstag , 31. Oktober 2020
Die beste Lösung für Radfahrer wäre aus Sicht des CDU-Politikers Dr. Gehard Scharf der Ausbau des Radweges an der südlichen Seite der Erbstorfer Landstraße. Doch daraus wird vorerst nichts. Foto: t&w

Kurzer Radweg, langer Ratsweg

as Lüneburg. Die Erbstorfer Landstraße ist eine stark befahrene Straße. Gefährlich wirds, wenn Radfahrer versuchen, die Straße zu überqueren, um in den Fuchsweg zu gelangen. Deshalb plädierte Dr. Gerhard Scharf (CDU) gestern Abend, 20. November, im Rat in einem Antrag dafür, dass auf der südlichen Seite der Straße der Radweg um ein Reststück von 40 Metern ergänzt wird. „Das Ziel muss sein, dass Schüler sicher zum Fuchsweg kommen.“ Sicherheit für Radler hat auch für Heiko Dörbaum (SPD) höchste Priorität. Doch eine schnelle Lösung sei nicht möglich, da erst Abstimmungen mit der Landesforst und dem Bund über die Wegerechte erfolgen müssten, sagte Dörbaum mit Blick auf eine Stellungnahme der Verwaltung. Das Thema wurde in den Verkehrsausschuss überwiesen.

Im Verkehrsausschuss sei das Thema bereits behandelt worden, sagte Dr. Scharf. „Es hieß, wir werden das prüfen.“ Aber über eine Prüfung scheine man nicht hinausgekommen zu sein. Eine Zählung in den Morgenstunden habe lediglich ergeben, dass 36 Prozent der Radfahrer vom Bau eines Radwegstückes von der Ampelanlage bis zum Fuchsweg profitieren würden. „Der Vorschlag der Verwaltung, eine Querung in Höhe des Fuchsweges einzurichten, ist nur die zweitbeste Lösung“, machte Scharf deutlich. Er habe bereits auch schon mit Vertretern der Landesforsten und der Bundeswehr gesprochen, die signalisiert hätten, dass sie nichts gegen den Bau des Radweges hätten. „Mir scheint eine Lösung relativ schnell umsetzbar.“

Heiko Dörbaum hielt dagegen, der überwiegende Teil der Radler käme laut Zählung aus der östlichen Richtung. „Die müssten dann bis zur Ampel an der Hölderlinstraße und dann wieder auf dem neuen Radweg zurückfahren bis zum Fuchsweg.“ Deshalb sei eine Querung in Höhe des Fuchsweges wie von der Verwaltung vorgeschlagen sinnvoll. Doch auch die ist erst einmal Zukunftsmusik.

Verkehrsdezernent Markus Moßmann erinnerte daran, dass im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren zur A39 eine Veränderungssperre für den Bereich gelte. Das bedeute, dass ein Vorziehen von baulichen Verbesserungen der dortigen Situation momentan gar nicht möglich sei. Dr. Scharf hielt dagegen, dass er schon mit dem Chef der Landesbehörde für Straßenbau gesprochen habe. „Er sagte, er sehe eine Möglichkeit für eine Lösung, dass dort ein Radweg entsteht.“ Ulrich Löb von den Grünen, die sich klar gegen die A39 aussprechen, hielt mit Blick auf die Veränderungssperre Dr. Scharf entgegen: „Wenn die CDU sich nicht so stark für die A39 gemacht hätte, wäre der Radweg schneller umzusetzen.“ Aber natürlich werde man eine Lösung für die Radfahrer finden, versprach Löb.