Sonntag , 27. September 2020
Das Ensemble der Blindgänger, die in Lüneburg auf dem Gelände An der Wittenberger Bahn bis jetzt gefunden wurden. Foto: meiferts

+++ Bombenfund: erfolgreiche Sprengung +++ Sperrungen aufgehoben+++

+++ 22:27 Uhr +++ Die Polizei meldet: Die Sprengung ist erfolgreich vonstatten gegangen. Es gibt keine Schäden. Die Sperrungen sind hiermit aufgehoben. Ein herzlicher Dank an alle Beteiligten und gute Nacht

+++ 22:09 Uhr +++ Gerade ging ein mächtiger „Rumms“ durch Lüneburg – die dringende Bitte der Polizei: Bitte alle Sperrungen noch weiter berücksichtigen, bis sie noch einmal alle Straßen auf Schäden abfahren konnte. Wir sagen hier Bescheid!

+++ 21:10 Uhr +++ Laut Polizei ist eine Entschärfung des Blindgängers in diesem Fall nicht möglich. Nun laufen die Vorbereitungen für eine kontrollierte Sprengung 

+++ 20:53 Uhr +++ Das Gebiet ist jetzt vollständig evakuiert, der Bahnverkehr angehalten – Sprengmeister Michael Tillschneider kann ans Werk – wir wünschen alles Gute!

+++ 20:20 Uhr +++ Zwei Drittel des Evakuierungsgebiets sind geräumt

+++ 19:00 Uhr +++ Die Evakuierung ist bereits in vollem Gange

Lüneburg. Nachdem in Lüneburg heute Vormittag zum achten Mal in diesem Jahr bei Sondierungsarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Bereich des Baugebiets An der Wittenberger Bahn gefunden wurde, kam es gegen 22:10 zur kontrollierten Sprengung. Sprengmeister Michael Tillschneider und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) aus Hannover sprengten die 150-Lbs-Fliegerbombe (ca. 70 kg) mit Aufschlagzünder vor Ort. Aufgrund der klaren Witterung und Windstille war die Detonation im Lüneburger Stadtgebiet deutlich spürbar und wahrnehmbar. Zu gravierenden Sachschäden kam es nicht.  

Der Blindgänger, der dieses Mal für Unruhe in Lüneburg sorgte. Foto: polizei
Der Blindgänger, der dieses Mal für Unruhe in Lüneburg sorgte. Foto: polizei

Im Gegensatz zum letzten Bombenfund vom 17.09.14 konnte die Räumung heute pünktlich beginnen. Dieser Umstand ist zum einen dem knapperen Radius und damit zum anderen auch der vergleichsweise geringen Anzahl zu evakuierender Menschen geschuldet – heute galt es, etwa 480 statt 12 000 Menschen in Sicherheit zu bringen.

Im Rahmen der Räumung waren knapp 200 Einsatzkräfte von u.a. Feuerwehr, ASB, DRK, AgL, KVG, Kirchen, Hansestadt Lüneburg und Polizei sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz, die einen
reibungslosen Ablauf gewährleisteten. Weiter erfreulich: durch den Einsatz von mehr als 120 Beamten der Bereitschaftspolizei Lüneburg und der hiesigen Polizeinspektion gelang es dieses mal, das
Zurückgreifen auf ehrenamtliche Einsatzkräfte zu minimieren.

Bombenfund? Da passiert eh’ nix, ich bleib’ einfach zu Hause! Solche Gedanken kommen dem einen oder anderen geplagten Anwohner beim neunten Bombenfund im entstehenden Baugebiet An der Wittenberger Bahn, dem achten im Jahr 2014. Wie es sich rechtlich verhält, erklärt Joachim Bodendieck, Leiter des städtischen Ordnungsamtes: „Die Räumung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Rein rechtlich gesehen, ist die Aufforderung, die Wohnungen und Häuser in genannten Umkreis zu verlassen, ein Platzverweis. Der wird von der Polizei auch durchgesetzt.“ – Hintergrund ist schlicht die Gefahr, die von einem Blindgänger ausgeht.

  • Am Kaltenmoor 1 bis 10, 10a, 11 bis 13
  • An der Roten Bleiche 1, 1a, 2, 3, 5, 7a, 8 bis 10
  • An der Wittenberger Bahn 4, 6, 8, 17, 21, 25, 27, 29
  • Blümchensaal (komplett)
  • Brambusch 1 bis 8, 14 bis 20 (nur gerade Hausnummern)
  • Bülowstraße (komplett)
  • Deutsch-Evern-Weg 6 bis 16 (nur gerade Hausnummern)
  • Feldstraße 2a
  • Friedrich-Ebert-Brücke (komplett)
  • Kefersteinstraße 2a
  • Kurt-Schumacher-Str. 1, 1a, 3, 3a, 5, 5a, 11, 13, 15
  • Pirolweg 3, 5, 6, 10, 12
  • Rotenbleicher Weg 20 bis 46 (nur gerade Hausnummern), 65, 65a, 67
  • Vor dem Roten Tore 72b und 72c
  • Willy-Brandt-Str. 2, 4, 10, 11
  • Wilschenbrucher Weg 68 bis 84 (nur gerade Hausnummern), 84a, 86, 86b, 88, 88a, 90a

 

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