Dienstag , 22. September 2020
Flankiert von Mama und Papa unternehmen drei Schwanenküken auf dem Kreidebergsee erste Schwimmversuche. Sie erblickten vor kurzem das Licht der Welt. Foto: nh

Tierischer Nachwuchs

mm Lüneburg. Für Hobbyfotografin Catrin Scheller sind Schwäne ganz besondere Tiere: „Sie sind frech und forsch, aber auch demütig zugleich“, erklärt die Lüneburgerin. Bei einem ihrer wöchentlichen Spaziergänge um den Kreidebergsee lichtete sie nun ein junges Schwanenpaar mit ihrem Nachwuchs ab. „Die Küken müssen letzte Woche geschlüpft sein“, vermutet Scheller.

Vogelkundler Wolfgang Geitel vom Naturschutzbund Lüneburg beobachtet seit 20 Jahren die Schwanpopulation am Kreidebergsee. Seither seien um die 80 Junge geschlüpft. Dieses Jahr habe ihn gewundert, dass die Schwäne ihr Nest nahe am Wegesrand gebaut hätten. „Sonst brüten sie immer an der Steilwand.“ Geitel geht derzeit von drei Jungschwänen, zwei Altvögeln und nun eben auch drei Küken aus. Die Schwäne sollten nicht gestört werden, schon gar nicht beim Brüten. Einmal seien die Eier der Schwäne wohl geklaut und durch Holzeier ersetzt worden. Und noch eine Beobachtung machte Geitel: „Normalerweise ziehen die Schwäne im Oktober Richtung Süden, im letzten Jahr sind die Jungtiere aber geblieben.“ Die jungen Höckerschwäne seien nun drei Jahre alt.