Samstag , 26. September 2020
Nicht erlaubt, aber immer wieder praktiziert: das Linksabbiegen aus der Feldstraße auf die Willy-Brandt-Straße in Richtung Kreuzung Stresemannstraße. Die Stadt will die Lage entschärfen. Foto: t&w

Eine vertrackte Ecke

ca Lüneburg. LZ-Leser Rolf Schwenck hatte schon vor Jahren auf die brenzlige Situation an der Ecke Willy-Brandt-/Feldstraße aufmerksam gemacht: Die Situation sei unübersichtlich, es sei nur eine Frage der Zeit, wann es dort krachen würde. Die Stadt hatte es anders eingeschätzt, keinen Handlungsbedarf gesehen. Doch nun soll der Bereich anders gestaltet werden. Die Verkehrsunfallkommission, in der auch die Polizei vertreten ist, habe die Ecke als Unfallschwerpunkt eingestuft. „In der ersten Jahreshälfte wird die Bauverwaltung im Verkehrsausschuss des Rates einen Vorschlag machen, was man ändern kann“, berichtet Stadtsprecher Daniel Steinmeier.

Es geht um zwei Themen. Das erste: Zum einen laufen von der Kreuzung Stresemannstraße zwei Spuren in Richtung Uni, die sich später zu einer verbinden. Von der rechten Strecke können Autofahrer entweder nach rechts in die Feldstraße abbiegen oder weiter geradeaus fahren. Das führt zu unübersichtlichen Situationen. Mancher, der aus der Feldstraße kommt, ist sich nicht sicher, ob der Fahrer von der Willy-Brandt-Straße abbiegt oder weiterfährt.

Zweites Thema: Einige biegen aus der Feldstraße verbotenerweise nach links in Richtung Stresemannstraße ab und passieren so die beiden stadtauswärts führenden Spuren – das führt immer wieder zu haarigen Verhältnissen. Denkbar ist nun, das Falschabbiegen unmöglich zu machen und den in Richtung Uni führenden Verkehr auf einer Spur zu bündeln. Wie gesagt, die Ingenieure der Stadt arbeiten daran.

Anwohner der Feldstraße stoßen sich noch an einem weiteren Problem. Seitdem das Einkaufszentrum eröffnet hat, dazu Arztpraxen und etwa ein Fitness-Studio, habe der Verkehr zugenommen. Auch in Richtung Barckhausenstraße, da manche über diese Verbindung dann in Richtung Innenstadt steuern. Nun verengt sich die Feldstraße zwischen Wilschenbrucher Weg und Barckhausenstraße auf einen Fahrstreifen, weil die Stadt dort Parkplätze eingerichtet hat. Immer wieder, so schildern Anlieger, stehen sich dort wütende Autofahrer gegenüber, die meinen, Vorfahrt zu haben. Doch hier sieht Sprecher Steinmeier „keine Lösung. Wir können nur appellieren, gegenseitig Rücksicht zu nehmen“.

Denn nehme man Parkplätze in diesem Bereich weg, gebe es sicherlich Beschwerden von Anwohnern, die nach Stellflächen für ihr Auto suchen. Und Parkraum sei an dieser Stelle im Stadtteil, wo viele Mehrfamilienhäuser liegen, Mangelware: „Würden wir da eingreifen, hätte das Folgen für das gesamte Rote Feld, die wohl keiner möchte.“