Mittwoch , 23. September 2020

Sprengung eines Geldautomaten scheitert

Lüneburg. Knapp sechs Wochen, nachdem ein Geldautomat am Lüneburger Bahnhof aufgesprengt wurde, versuchten Unbekannte diesmal ihr Glück in der SB-Filiale in der Sülfmeisterstraße. Der Sprengversuch misslang, das Duo entkam nach einer spektakulären Flucht ohne Beute.

Laut Polizei hatten zwei maskierte, vermutlich männliche Personen, in der Nacht zu Freitag gegen 2 Uhr an dem Automaten hantiert. Sie versuchten offenbar, diesen für eine mögliche Aufsprengung zu präparieren. Anwohner bemerkten die Täter und alarmierten die Polizei.

Flucht in eine Kleingartenkolonie

Während die Zeugen über Notruf die Polizei informierten, flüchteten die Täter zu zweit auf einem Kraftrad ohne Kennzeichen vom Tatort. Eine Funkstreife konnte eine kurze Strecke die Verfolgung aufnehmen. Kurze Zeit später stürzten beide auf einem unbefestigten Weg im Stadtteil Mittelfeld und flüchteten zu Fuß in eine angrenzende Kleingartenkolonie.

Ein Polizeibeamter gab einen Warnschuss aus seiner Dienstpistole direkt in den Erdboden ab. Die Täter setzten ihre Flucht zu Fuß fort und entkamen, obwohl die Polizei mehrere Funkstreifen, Polizeihunde sowie einen Hubschrauber einsetzte.

Die Polizei sicherte am Tatort sowie im weiteren Verlauf umfangreiche Spuren und stellten neben dem Kleinkraftrad weitere Gegenstände und Werkzeug sicher. Am Geldausgabeautomaten entstand Sachschaden, dermit einigen tausend Euro beziffert wird. lz