Der Krise zum Trotz: Bevenser Therme wird saniert

Trotz reduzierter Gästezahlen und „katastrophaler“ Umsatzeinbrüche: Die Saunalandschaft der Bad Bevenser Jod-Sole-Therme wird saniert. (Foto: t&w)

Trotz reduzierter Gästezahlen und „katastrophaler“ Umsatzeinbrüche: Die Saunalandschaft der Bad Bevenser Jod-Sole-Therme wird saniert. (Foto: t&w)

Bad Bevensen. Die Kur- und Wellnessbranche ist von der Pandemie schwer gebeutelt. Coronabedingte Schließzeiten und gedrosselte Gästezahlen lassen auch Torsten Krier, Geschäftsführer der Bevenser Kurgesellschaft, über „katastrophale“ Umsatzeinbrüche in der Jod-Sole-Therme klagen. Trotzdem wird in die Zukunft der Anlage investiert: Noch in diesem Jahr steht ein 7,25 Millionen Euro schwerer Umbau der Saunalandschaft ins Haus.

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Das Wasser sucht sich seinen Weg nach draußen

Denn die ist in die Jahre gekommen: „Da wurde in den letzten 28 Jahren – bis auf wenige Ausnahmen – im Prinzip nichts mehr großartig verändert“, erklärt Krier. Der Saunabetrieb frisst zu viel Strom, Risse in den Kühlbecken mussten zuletzt immer wieder provisorisch verputzt werden und bauphysikalische Untersuchungen haben ergeben: „Das Wasser sucht sich überall im Gebäude seinen Weg nach draußen. Da müssen wir aufpassen, dass die Substanz langfristig nicht an Stabilität verliert“, berichtet Krier.

Nachholbedarf in Sachen Barrierefreiheit

Und auch optisch soll die Anlage überholt werden. „Gelbe und grüne Wandfliesen – das ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, stellt der Geschäftsführer klar. Zudem erkennt er deutlichen Nachholbedarf in Sachen Barrierefreiheit. Darum führt aus seiner Sicht kein Weg daran vorbei: Acht von zehn Saunen müssen abgerissen und ersetzt werden – und zwar im laufenden Betrieb.

Wann genau es losgehen soll, steht noch nicht fest. Klar ist nur, dass die ersten Umbaumaßnahmen bereits in diesem Jahr stattfinden sollen, zeitweise kann es dabei zu Einschränkungen für Saunabesucher kommen. „Unser Ziel ist es, im kommenden Jahr fertig zu werden“, verkündet Krier, der erst vor wenigen Wochen die Fördergeldzusage vom Land Niedersachsen in Höhe von drei Millionen Euro erhalten hat. Den Rest der Bausumme teilen sich die Stadt Bad Bevensen und der Landkreis Uelzen.

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Größer, komfortabler – und trotzdem sparsamer

Die neuen Schwitzräume sollen größer werden, komfortabler – und trotzdem sparsamer. „Wir gehen davon aus, dass wir am Ende mindestens 30 Prozent weniger Energie verbrauchen werden“, sagt Krier. Neueste Technik macht’s möglich. Als Highlight schwebt dem Geschäftsführer eine neue Dampfsauna vor, die mit einer Vernebelung in hoher Jod-Sole-Konzentration, Lichteffekten und einer „modernen“ Sitzanordnung punkten soll. „Darauf sind wir besonders stolz. So etwas gibt es sonst nirgendwo“, verrät Krier. Dafür habe sich die Kurgesellschaft extra einen eigenen Namen schützen lassen, der wird allerdings vorerst streng geheim gehalten.

Noch immer im Krisenmodus

Aktuell arbeiten Krier und sein Team noch immer im Krisenmodus. Neben der 3G-Regelung gilt eine Besucherobergrenze, die maximal 500 Gäste am Tag zulässt. Zum Vergleich: 2019 zählte die Therme laut Krier noch mehr als 700 Besucher täglich. Angesichts dieser Zahlen und der damit verbundenen Umsatzrückgänge kommt Krier – auch bei Raumtemperatur – momentan häufiger ins Schwitzen. Den Kopf in den Sand stecken will er trotzdem nicht: „Wenn die Coronakrise irgendwann beendet ist, werden die Menschen wieder Erholung und Entspannung genießen können und wollen“, ist er überzeugt. Der anstehende Millionen-Umbau trägt dem Rechnung.

Von Anna Petersen

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