Er soll eine Familie ausgelöscht haben

Ermittler sichern auf dem Randstreifen der Heberer Straße in Höhe des Parkplatzes am Pietzmoor am gestrigen Donnerstag Beweisstücke, die durch kleine gelbe Pyramiden markiert sind. (Foto: len)

Ermittler sichern auf dem Randstreifen der Heberer Straße in Höhe des Parkplatzes am Pietzmoor am gestrigen Donnerstag Beweisstücke, die durch kleine gelbe Pyramiden markiert sind. (Foto: len)

Lüneburg/Bispingen. Im Boulevard-TV wurde die Geschichte von Maurice-Leroy G. (35) als Erfolg gefeiert. Der arbeitslose Sozialfall ließ Hartz IV hinter sich, lernte eine alleinerziehende Mutter (35) aus Bispingen kennen, zog zu ihr und ihren Kindern (5 und 11). Doch 46 Tage nach dem vermeintlichen Happy End kam es zu einer Horrortat. Mutter und Sohn wurden am 16. Mai ermordet in ihrem Haus im Heidekreis gefunden. Die Tochter (11) war zunächst verschwunden. Zwei Tage später wurde ihre Leiche in einem Wald bei Schneverdingen gefunden. Nahe dem Fundort wurde wenig später Maurice-Leroy G. aufgegriffen. Am 16. November beginnt vor dem Landgericht der Prozess gegen den Bremer.

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Morde, um sich sexuell zu erregen?

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm dreifachen Mord sowie schweren sexuellen Missbrauch von Kindern mit Todesfolge sowie Vergewaltigung mit Todesfolge vor.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler soll der Mann das Haus der Familie am 15. Mai nach einem Streit verlassen haben und am frühen Morgen zurückgekehrt sein. Er soll die Frau mit einer Strumpfhose erdrosselt haben, um sich sexuell zu erregen. Anschließend soll er den Vierjährigen mit einem USB-Kabel stranguliert haben. In einer Pressemitteilung hatte die Staatsanwaltschaft vor Wochen von einer "Faszination des Angeschuldigten am Töten durch Strangulation" geschrieben. Die Elfjährige war zu diesem Zeitpunkt wohl Brötchen holen. Nach ihrer Rückkehr soll der 35-Jährige sie vergewaltigt haben, während er sie erstickte. Die Leiche des Kindes soll er 20 Kilometer vom Tatort zwischen Bispingen und Schneverdingen abgelegt haben.

Bisher hat der Mann die Taten laut Staatsanwaltschaft nicht gestanden. Er ist vorbestraft wegen Körperverletzung und Nötigung sowie wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

TV-Auftritt des Angeklagten vor der Tat

In der RTL-2-Doku "Hartz, Rot, Gold" hatte Maurice-Leroy G. geschildert, wie er in Bremen als Nachtwächter gearbeitet, den Job aber geschmissen habe. Die Scheidung von der Mutter seines Sohnes habe ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. jz

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