Parkplatz Garlstorfer Wald: Ein hoher Ekelfaktor an der A7

Die schlechsteste Note gab es für den Parkplatz Garlstorfer Wald gleich in drei Kategorien: Bei Verkehr und Parken, den Außenanlagen sowie dem Sicherheitsfaktor fiel die Anlage bei den Testern glatt durch. Mangelhaft sind auch die sanitären Anlagen. (Foto: ADAC)

Die schlechsteste Note gab es für den Parkplatz Garlstorfer Wald gleich in drei Kategorien: Bei Verkehr und Parken, den Außenanlagen sowie dem Sicherheitsfaktor fiel die Anlage bei den Testern glatt durch. Mangelhaft sind auch die sanitären Anlagen. (Foto: ADAC)

Garlstorf. Versifft, verdreckt, einfach widerlich – wer nichts ahnend die Toilettenanlage auf dem Parkplatz Garlstorfer Wald an der A 7 aufsucht, muss womöglich mit dem Brechreiz kämpfen. Gerade in Zeiten, in denen Hygiene und Sauberkeit eine besonders große Rolle spielen, sollten solche Zustände eigentlich der Vergangenheit angehören. Hier nicht. Für den besonders hohen Ekel-Faktor bekommt die Anlage im Nachbarkreis Harburg jetzt die Quittung: Der ADAC stuft den „Garlstorfer Wald“ in seinem aktuellen Test von unbewirtschafteten Rastanlagen als Schlusslicht ein.

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ADAC spricht von schlimmen Zuständen

Für die Anlage gab es in den Kategorien „Verkehr/Parken“, Außenanlagen“ sowie „Persönliche Sicherheit“ jeweils die schlechteste Note, während die „sanitäre Anlagen“ mit „mangelhaft“ bewertet wurden. Insgesamt bedeutete dies das Urteil „sehr mangelhaft“. Der ADAC spricht in seiner Bewertung von „schlimmen Zuständen“.

Zum dritten Mal hat sich der Automobilclub Rastplätze dieser Art an deutschen Autobahnen angeschaut. 1500 solcher Anlagen ohne Personal gibt es bundesweit. Die Prüfer nahmen sich diesmal 50 Anlagen entlang der 15 längsten Autobahnen vor. Ergebnis: Mehr als jede fünfte Anlage ist im Test mit „mangelhaft“ oder „sehr mangelhaft“ durchgefallen, nur zwei Plätze schnitten mit „sehr gut“ ab.

Auch die beiden bestplatzierten Rastplätze befinden sich dabei im Norden. Engelmannsbäke an der A1 in Niedersachsen sowie Plater Berg an der A14 in Mecklenburg-Vorpommern erhielten die Note „sehr gut“. Doch die Tester fanden auch im Norden viel Schatten. So wurde der Rastplatz Mölenbarg an der A20 vor allem wegen seiner sanitären Anlagen mit „mangelhaft“ beurteilt.

Neuer Betreiber ist gefordert

„Gegenüber dem letzten Test von vor vier Jahren haben sich kaum positive Veränderungen ergeben“, erklärt der Sprecher des Automobilclubs, Christian Hieff. Der ADAC erwarte daher von der Autobahngesellschaft als neuer Betreiberin der Rastplätze, dass sich der Gesamtzustand der Rastanlagen deutlich verbessert. „Dazu ist es notwendig, dass auf allen Plätzen ein hohes Maß an Sauberkeit, Sicherheit und Erholung geboten wird“, fordert Hieff. Die Tester des ADAC untersuchten die 50 Rastplätze im Juni und Juli 2022. Um Zufallsbefunde auszuschließen, wurde jede Anlage zweimal überprüft. tm

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