Prototyp aus der Hitzler-Werft in Lauenburg

So soll der Prototyp des auf Federbeinen gelagerten Offshore-Katamarans „WB-18“ aussehen, den die Hitzler-Werft in Lauenburg bauen wird. (Foto: Wallaby Boats)

So soll der Prototyp des auf Federbeinen gelagerten Offshore-Katamarans „WB-18“ aussehen, den die Hitzler-Werft in Lauenburg bauen wird. (Foto: Wallaby Boats)

Lauenburg. Animiert von Offroadautos starten Entwickler des Start-up Wallaby Boats aus Kappeln gemeinsam mit der Lauenburger Hitzler-Werft den Bau eines Prototyps. Der soll 2022 in England auf der Messe Workboat präsentiert werden. Industriepartner haben bereits Interesse am „WB-18“ als moderne Form eines Crew-Tender-Vessels bekundet. „Wenn das alles klappt, werden wir viele Jahre große Freude an dem Bau dieser Schiffe haben“, sagt Marek Klimenko, Geschäftsführer der Hitzler-Werft.

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Bauweise soll Einfluss des Seegangs auf Mitfahrer senken

Das Prinzip des Systems ist einfach und effektiv: Durch eine Federbeinkonstruktion werden die Rümpfe des Katamarans vom Brückendeck getrennt. Diese Technik soll den Einfluss des Seegangs auf die Menschen an Bord um mindestens 40 Prozent reduzieren, heißt es. Das ist beispielsweise für Offshoretechniker oder Lotsen hilfreich, wenn sie bei Seegang auf Offshore-Windkraftanlagen oder Frachter übersteigen.

Die Wallaby Boats GmbH wurde Anfang 2021 eigens für die Entwicklung der gefederten Schiffe gegründet und geht aus der Offcon GmbH hervor. „2015 habe ich mit der Arbeit an diesem Projekt begonnen”, berichtet Offcon-Inhaber Harald Hübner. In den neuen Geschäftsführern der traditionsreichen Werft an der Elbe hat er engagierte Mitstreiter gefunden.

Erweiterung der Werft durch innovative Projekte

„Unser Ziel sind die Fortführung des Kerngeschäftes der Hitzler-Werft sowie die Erweiterung durch innovative Projekte und alternative Antriebe“, sagt Marek Klimenko, der die Werft gemeinsam mit seinem Sohn Kai P. Klimenko erst kürzlich übernommen hatte. Das Projekt und die Philosophie von Wallaby Boat „passen sehr gut zu unserem Betrieb und unseren Zielen.“ Über Jahre hatte die Offcon versucht, das Projekt mit Industriepartnern zu realisieren. Es gab großes Interesse, aber niemand wollte im Konzeptstadium einsteigen.

Gratuliert zur Zusammenarbeit hat auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) – wobei er einräumte, die Hitzler-Werft bisher nicht gekannt zu haben. Aber das wird sich nun ändern.

Von Timo Jann

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