Trödelqueens sind bereit für Staffel 2

Die Trödelqueens Gina (links) und Patrizia Steinforth, hier in ihrem Laden in Bad Bevensen. 
In der neuen Staffel soll noch mehr Persönliches über die beiden gezeigt werden. (Foto: lat)

Die Trödelqueens Gina (links) und Patrizia Steinforth, hier in ihrem Laden in Bad Bevensen. In der neuen Staffel soll noch mehr Persönliches über die beiden gezeigt werden. (Foto: lat)

Bad Bevensen. Gina Steinforth zeichnet schwungvoll ihren Namen auf einen Notizblock und demonstriert ihre Unterschrift. "Ja, du lachst, aber so unterschreibe ich jetzt unsere Autogrammkarten." Als in der gemeinsamen WhatsApp-Gruppe der Serien-Protagonisten die Frage gestellt wurde, ob denn schon alle solche Kärtchen hätten, habe Gina erst einmal gedacht, die sind doch verrückt. "Aber hier stehen wirklich die Leute vorm Laden und fragen danach. Das kann man sich gar nicht vorstellen!"

Gina und ihre jüngere Schwester Patrizia Steinforth sind spätestens seit Mitte November all jenen bekannt, die wochentags ihren Fernseher um 15.45 Uhr einschalten und sich die Serie "Die Retourenprofis" auf RTL angucken. Dort treten die beiden gegen andere Händler-Duos an, ersteigern Paletten von Retouren-Ware (meist ohne zu wissen, was alles dabei ist) und bringen ihre Teile möglichst gewinnbringender als die anderen Händler unter die Leute. Der Zeitplan vom Dreh der 2. Staffel ist in dieser Woche knackig gewesen. Wohl auch, weil einige der Händler wegen Corona eine Zeit lang ausgefallen waren. Auch die Trödelqueens hatten sich angesteckt und waren über Weihnachten in Quarantäne. "Erst ich und dann schön die ganze Familie. Da kann man nichts machen", sagt Gina.

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Fanpost auch mit romantischem Unterton

Nun stehen sie aber wieder vor der Kamera. Und dass die Zwei dort mit ihrer offenen Art gut ankommen, hat ihnen nicht nur einen Platz in der zweiten Staffel gesichert, sondern auch Fanpost der unterschiedlichsten Art beschert. "Ich sag's mal so, Tinder brauchen wir jetzt nicht mehr", lacht Gina. "Nein, also da kommen schon mal Mails oder SMS mit Sätzen wie 'Du bist eine tolle Frau', aber auch Nachrichten von Menschen, die uns einfach etwas Zuspruch schicken wollen." Patrizia nickt. "Und was wir merken, ist, dass deutlich mehr Leute zu uns nach Bad Bevensen in den Laden kommen, um Waren zu verkaufen. Gerade neulich ist ein Typ vier Stunden hergefahren, nur weil er uns mal kennenlernen wollte und einen Schrank zu verkaufen hatte."

Tücken beim Auspacken

Ein wenig Bekanntheit ist also gut fürs Geschäft und irgendwie auch gut fürs eigene Gefühl. Aber was, wenn es zu viel wird? "Ich muss sagen, ich hatte am Anfang schon ein paar Bedenken, in die Öffentlichkeit zu gehen. Und davor, als junge Frau einen Stempel aufgedrückt zu bekommen. Aber wir können tatsächlich einfach so sein, wie wir sind", sagt Patrizia. Auch die vielen Kameras beim Dreh seien mittlerweile vergessen. "Ach, und klar ist man da nicht immer perfekt, ich habe mir auch schon beim Auspacken von Ware ein Brett an den Kopf gehauen, aber so ist es halt."

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"Mit Ingo und Michele nennen wir uns den Retouren-Adel"

Für andere TV-Formate sind die Schwestern übrigens offen. "Na ja, also zu Love-Island würde ich jetzt nicht gehen, aber es ist doch so, man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist", sagt Gina und schlägt ihre Faust dabei in die Handfläche. "Du hast nur ein Leben, und wenn ich sehe, wie schlecht es anderen mit Corona geht, wie andere vielleicht ihre Läden verloren haben, da wären wir doch schön blöd, jetzt damit aufzuhören." Vor allem, da der Dreh und der Austausch mit den anderen Händlern so viel Spaß mache. Mit dem Händlerpärchen Ingo und Michele würden sich die beiden besonders gut verstehen. "Von denen haben wir sogar zu Weihnachten ein Päckchen bekommen. Wir nennen uns jetzt schon immer den Retouren-Adel", lacht Patrizia. Denn Ingo und Michele arbeiten unter dem Namen "Retourenking". Das passe natürlich zu den Trödelqueens.

In Staffel 2 werden die Schwestern aber auch auf ganz neue Händler-Paare treffen. "Das macht sicher auch den Reiz aus, da wieder etwas neue Konkurrenz aufzubauen", sagt Patrizia. Zudem verraten die beiden, dass mehr Hintergründiges über sie gezeigt werden soll. "Es wird noch persönlicher."

"Klar gehen wir uns auch auf die Nerven"

Ob die Schwestern keine Sorgen habe, sich bei so viel Nähe auf die Nerven zu gehen? Immerhin arbeiten sie zusammen, wohnen zusammen und hatten letzte Woche jeden Tag Drehtage zusammen. "Klar gehen wir uns auf die Nerven, das ist schon jetzt so", sagt Gina. "Manchmal zuppelt Patrizia einfach vor laufender Kamera an mir herum, weil angeblich irgendeine Haarsträhne nicht sitzt, das macht mich irre." Patrizia, gelernte Visagistin, wirft ein. "Na, aber hinterher heißt es dann, hättest du mir mal was gesagt..." Die beiden verschränken die Arme, müssen dann aber schmunzeln.

Wann die neuen Folgen ausgestrahlt werden, ist noch offen. Bis April soll gedreht werden. Bis dahin laufen auch noch die Folgen aus der ersten Staffel. "Ich gehe aber davon aus, dass wir das ganze Jahr über im Fernsehen zu sehen sein werden", sagt Patrizia. Und was dann kommt? "Also gerne die 3. Staffel. Und falls "Let's Dance" fragt, bin ich auch dabei."

Von Laura Treffenfeld

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