Freitag , 25. September 2020
Henning Witthöft, Ortsbrandmeister aus Drögennindorf, wird von Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Kalisch aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen, inklusive Corona-Ellenbogen-Check. (Foto: dth)

Stehende Ovationen für Henning Witthöft

Amelinghausen. „Wir können dir gar nicht genug danken!“, sagte Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Kalisch. Sie hatte es kaum ausgesprochen, da erhoben sich die Mitglieder des Samtgemeinderates Amelinghausen und die Zuhörer von ihren Sitzen und zollten Henning Witthöft (62) stehende Ovationen. Der Drögennindorfer wurde jetzt nach zehn Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Ehrenbeamtenverhältnis als Ortsbrandmeister entlassen. Seit mehr als 40 Jahren engagierte er sich in verschiedenen Funktionen für die Freiwillige Feuerwehr im Ort, in der Samtgemeinde und im Landkreis. Die Amtsnachfolge in der Gemeinde ist auch schon geregelt.

„Beeindruckender Werdegang im Dienste der Feuerwehr“

In der Feuerwehr Drögennindorf ist Witthöft bereits seit 46 Jahren aktives Mitglied. Rat-hauschefin Kalisch zählte die Funktionen, die Witthöft über Jahre teilweise parallel ausfüllte, auf. Es sei „ein beeindruckender Werdegang im Dienste der Feuerwehr“: Gruppenführer (neun Jahre), stellvertretender Ortsbrandmeister (sechs Jahre), Gemeindejugendfeuerwehrwart (zwölf Jahre), stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart (drei Jahre), Wertungsrichter der Kreisjugendfeuerwehr (13 Jahre), Leiter der Truppmann-Ausbildung auf Samtgemeindeebene (14 Jahre) und schließlich zehn Jahre als Ortsbrandmeister.

Dabei habe sich Witthöft stets um den Feuerwehrnachwuchs verdient gemacht, der ihm besonders am Herzen liegt. Kalisch: „Dass wir heute in unseren Ortswehren auch Jugendfeuerwehren und auch zwei Kinderfeuerwehren haben, geht nicht zuletzt auf deine Initiative zurück.“ Nachdem Witthöft vor dem Samtgemeinderat in der Scheune des Glockenhofes mit Applaus und Präsentkorb bedacht worden war, ernannte Kalisch gemäß Ratsbeschluss seine Nachfolger für eine Amtszeit von jeweils sechs Jahren.

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Jahre dauert in der Regel eine Amtszeit im sogenannten Ehrenbeamtenverhältnis bei der Feuerwehr, beispielsweise als Ortsbrandmeister.

Neuer Ortsbrandmeister in Drögennindorf ist der bisherige Stellvertreter Detlef Bostelmann (52). Der Dachdecker gehört der Feuerwehr seit 2001 an und gilt ebenfalls als „sehr zuverlässig und engagiert“, sagte Kalisch. Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister ist wieder Dirk Schütt (52), er hatte das Amt schon von 2004 bis 2010 inne.

Weitere Ernennungen gab es für die Feuerwehren in Amelinghausen, Rehlingen und Wetzen. In Amelinghausen bekleidet Uwe Rahlfs (61) weitere sechs Jahre das Ehrenamt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters. Der aktuelle Führer der Kreisbereitschaft I engagiert sich auf dem Amelinghausener Posten bereits seit 1996.

Jens Dittmer führt die Ortswehr bereits seit 2007

Jens Dittmer setzt sein Engagement als Rehlinger Ortsbrandmeister zunächst bis 2026 fort. Die Ortswehr führt der 48-Jährige bereits seit 2007. Und in Wetzen bleibt Mark Rüter (47) nach seiner ersten Amtszeit als stellvertretender Ortsbrandmeister weitere sechs Jahre in verantwortlicher Position.

Von Dennis Thomas