Donnerstag , 1. Oktober 2020
Der Aufbau in der Westergellerser Heide läuft, Britta Lüpkes, Flo Konarske und Norman Bauer bieten Beerenweine an. (Foto: t&w)

Ritter und Gaukler auf Turniergelände

Luhmühlen. Noch größer, noch authentischer und noch spektakulärer – das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) lässt am Wochenende in auf dem Turniergelände in der Westergellerser Heide wieder die Herzen vieler Mittelalter-Fans höher schlagen. Mit rund 3 000 Mitwirkenden macht das Kulturfestival Halt im Landkreis Lüneburg und wird, nach dem Wegfall des MPS in Hamburg-Öjendorf, dreimal größer als in den Vorjahren. Gut 3000 Tonnen Material und Ausrüstung werden dafür auf dem Turnierplatz aufbaut. „Wir sind seit Sonntag mit den Aufbauarbeiten beschäftigt“, sagt Wolfgang Fuck vom Spectaculum-Team.

Wenn zum Wochenende alle Arbeiten erledigt sind, entern Fechtkampfgruppen und Ritter das Festivalgelände, präsentieren zu Pferd und am Boden alte Kampfkünste mit Schwertern, Äxten und Lanzen. Zudem präsentieren Gaukler, Puppenspieler, Zauberer und Theaterkünstler auf Stelzen ihr Können.

Bands auf sechs Bühnen

Musikalisch holen auf sechs Bühnen Bands wie Saltatio Mortis, Fiddlers Green, Letzte Instanz, Versengold oder Knasterbart längst vergangene Zeiten in die Gegenwart. Auch die ganz Kleinen können sich im Headbangen probieren: erstmals tritt die Band Heavysaurus auf und spielt Mitmach-Heavy-Metal-Musik für Kinder ab drei Jahren.

Leiser, aber nicht weniger turbulent dürfte es an den rund 140 Markständen und 91 Heerlagern zugehen. Dort können die Besucher durch die Waren der Händler stöbern und erfahren, wie früher Waffen geschmiedet oder mittelalterlich gekocht wurde. Wer dabei Appetit kriegt, kann sich an einer der vielen Tavernen oder Garküchen versorgen.

Übrigens: Wer sich mittelalterlich in Schale wirft, darf nicht nur auf bewundernde Blicke, sondern auch auf einen Preis hoffen. Einmal am Tag kürt das Publikum an der Kampfplatzbühne die drei bestgewandeten Besucher, für die gibt es ein Preisgeld.

Pestumzug und Feuerspektakel

Für die kleinen Besucher bieten Stroh- und Wasserspielplätze, ein Bällebad, Holzpferde, eine Kinderbühne und das Kinder-Ritterturnier jede Menge Spaß.

Nach Einbruch der Dunkelheit können sich die Besucher am Sonnabend auf eine Nachfeuershow, den schaurigen Pestumzug und das traditionelle Feuerspektakel freuen.

Der Eintritt ist für Kinder bis fünf Jahre kostenlos. Kinder ab sechs Jahren zahlen am Samstag 20 Euro, Gäste ab 16 Jahren 50 Euro. Der Sonntag ist Familientag: Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sowie Gäste ab 66 Jahren haben freien Eintritt. Besucher ab 16 Jahren zahlen 20 Euro, Besucher ab 55 Jahren 10 Euro.

Ein kostenloser Bus Shuttle vom Lüneburger Bahnhof zum Veranstaltungsgelände ist eingerichtet. lz