48 neue Wohnungen

Das alte Fachwerk in der Vogtei soll erhalten bleiben, sagt Mathias Strauer. (Foto: phs)

Das alte Fachwerk in der Vogtei soll erhalten bleiben, sagt Mathias Strauer. (Foto: phs)

Bienenbüttel. Wenn von außen niemand sieht, was im Inneren passiert, ist Wilfried Strauer am glücklichsten: Der Architekt und sein Sohn Mathias Strauer sanieren seit Mai dieses Jahres die alte Vogtei in Bienenbüttel. In dem denkmalgeschützten Gebäude und der angrenzenden ehemaligen Gaststube sollen insgesamt zwölf neue Wohnungen entstehen. Die Fassade bleibt, der Innenraum jedoch wird in diesen Wochen komplett entkernt. „Wir sind optimistisch und sagen: Anfang nächsten Jahres sollen die ersten sechs Wohnungen bezugsfertig sein“, erklärt Wilfried Strauer. Sein Sohn betreibt in Wendisch Evern eine Baufirma. Denkmalschutzgerechte Sanierungen sind sein Steckenpferd. Der Bauherr betont, man werde behutsam mit dem historischen Gebäude umgehen, damit zumindest das äußere Erscheinungsbild bleibt, „wie man es aus den letzten Jahrhunderten gewöhnt ist.“ So will es nicht zuletzt auch das Amt für Denkmalpflege.

An der Ecke Poststraße/Niendorfer Straße, also mitten in Bienenbüttel, stehen die Zeichen auf Wachstum: Wie berichtet, plant Thomas Gläsel auf dem Hof der alten Vogtei sowie auf dem Nachbargrundstück weitere 36 Mietwohnungen à 100 Quadratmeter in sechs Mehrfamilienhäusern. Bereits im Frühjahr hatte er den ehemaligen Getränkehandel an der Poststraße abreißen lassen, um Platz für die ersten zwei Neubauten zu schaffen – mit rotem Klinker, roten Ziegeln und rot gepflasterter Parkfläche. Gläsel hofft, bereits in einem Jahr die ersten zwölf Schlüssel an potenzielle Mieter vergeben zu können.

Mehrere Millionen Euro investiert er in das Bienenbütteler Projekt. Ursprünglich wollte er auch den Umbau der Vogtei übernehmen, aufgrund diverser Denkmalschutzauflagen hatte er das Gebäude jedoch im Januar an Mathias Strauer verkauft. Der ist gerade täglich damit beschäftigt, das Fachwerk auszubessern, Deckenkonstruktionen zu bauen und Fenster auszutauschen.

Spätestens im nächsten Herbst, so sein Plan, sollen die letzten sechs „mittelpreisigen“ maximal 100 Quadratmeter großen Wohnungen bezugsfertig sein. Klappt das, fällt dieser neue Abschnitt in der Geschichte des historischen Gebäudes womöglich mit einem Jubiläum zusammen: Im kommenden Jahr wird die alte Vogtei, nach Strauers Berechnungen, 650 Jahre alt.

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