Mehr Schutz für Hecken und Bäume

Bäume, ob im öffentlichen Raum oder auf Privatgrundstücken, prägen an vielen Stellen das Adendorfer Ortsbild. Künftig sollen sie noch besser geschützt werden. (Foto: be)

Bäume, ob im öffentlichen Raum oder auf Privatgrundstücken, prägen an vielen Stellen das Adendorfer Ortsbild. Künftig sollen sie noch besser geschützt werden. (Foto: be)

Adendorf. Grundstücksbesitzer in Adendorf, die einen Baum oder eine Hecke fällen oder entfernen wollen, müssen künftig noch genauer hinsehen: Einstimmig beschloss der Ratsausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Bauen in seiner jüngsten Sitzung eine Änderung der „gemeindlichen Satzung über den Schutz des Baum- und Heckenbestandes in der Gemeinde Adendorf“.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Weide, Pappel, Birke, Kiefer und Esskastanie

Anlass für die Änderung, erklärt Bürgermeister Thomas Maack (SPD) auf LZ-Nachfrage, ist ein Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg.

In dem Verfahren hatte sich ein Grundstücksbesitzer gegen das Anordnen von Ersatzpflanzungen als Kompensation für gefällte Bäume, auf Grundlage der bisherigen Baumschutzsatzung der Gemeinde Adendorf, gewehrt. Mit Erfolg – die Anordnung wurde für rechtswidrig erklärt.

Bemängelt wurde in dem Urteil unter anderem, dass in der Adendorfer Baumschutzsatzung in der jüngsten Fassung von 2009 gar keine konkreten Bestimmungen über Art und Umfang der Ersatzpflanzungen festgelegt seien. Dadurch, so das Gericht, könne es zu Entscheidungen der Behörde kommen, die für den Bürger nicht vorhersehbar und berechenbar seien.

Die Adendorfer Verwaltung wurde aktiv, erarbeitet wurde eine überarbeitete und juristisch angepasste Satzung über den Schutz des Baum- und Heckenbestandes. Im neuen Paragrafen 8 ist nun ausführlich geregelt, wie im Falle der zuvor genehmigten Fällung eines geschützten Baums mit Ersatzpflanzung und Ausgleichszahlungen umzugehen ist.

Beispiel: „Beträgt der Stammumfang des entfernten Baumes 90 Zentimeter, ist ein Ersatzbaum mit einem Stammumfang von mindestens 18 Zentimetern nachzupflanzen.“ Zu verwenden sind zudem „standortgerechte, heimische Laubbäume“.

Gegenüber der bisherigen Baumschutzsatzung, die in ihrer ersten Fassung schon 1984 in Adendorf eingeführt wurde, sind künftig auch weitere Arten geschützt: Weiden, Pappeln und Birken.

Unter den Obstarten steht künftig, neben dem Walnussbaum, auch die Esskastanie unter Schutz, unter den Nadelgehölzen genießt auch die heimische Kiefer Schutz. „Weil sie in Adendorf zum Ortsbild gehört“, so Bauamtsleiter Christian Ninnemann.

Landkreis begrüßt den Erlass

Neben Adendorf verfügt im Landkreis nur noch die Hansestadt Lüneburg über eine Baumschutzsatzung, darüber hinaus gibt es eine Satzung für einen Bereich in der Gemeinde Amt Neuhaus. „Als Landkreis begrüßen wir den Erlass von Baumschutzsatzungen, weil ältere Bäume so eher erhalten werden können, die Satzungen dienen dem Naturschutz und der Artenvielfalt“, erklärt Isabel Wesselink, Sprecherin des Landkreises.

Mehr aus Adendorf

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken