Augen auf beim Glasfaser-Einbau

Auch in Amelinghausen laufen derzeit die Tiefbauarbeiten zum Verlegen von Glasfaserleitungen durch die Telekom – im Auftrag von Kreis und Kommunen. (Foto: dth)

Auch in Amelinghausen laufen derzeit die Tiefbauarbeiten zum Verlegen von Glasfaserleitungen durch die Telekom – im Auftrag von Kreis und Kommunen. (Foto: dth)

Amelinghausen. Inzwischen verlegt die Telekom landauf, landab so viel Glasfaser, dass es immer schwieriger wird, bei Tiefbaufirmen noch geeignete Kapazitäten zu finden. Das bekommt derzeit die Gemeinde Amelinghausen zu spüren. Dort sind in den vergangenen Tagen zwar sogar fünf Arbeitskolonnen unterwegs, um kleine Gräben in die Bürgersteige zu ziehen. Allerdings zeigte sich bei der jüngsten Ratssitzung nicht nur Gemeindebürgermeister Hartmut Schmidt skeptisch, dass die Arbeiter auch genau wissen, was sie da tun. Zwar wollte auch Gemeindedirektor Michael Göbel keinen Zweifel am guten Willen der dort tätigen Firmen aufkommen lassen und lobte die gute Zusammenarbeit. Gleichwohl unterstützte er Schmidts Appell an die anderen Ratsmitglieder, mögliche Unregelmäßigkeiten ans Bauamt zu melden.

Offenbar hatten die Glasfaser-Verleger an einer Stelle den Boden in einem wiederhergestellten Bürgersteig nicht akkurat verdichtet, so dass nicht nur Sand übrig geblieben war, sondern der Weg auch noch unter das Niveau eines Gullydeckels gesunken sei, erzählte Schmidt. Göbel, der auch Bauamtsleiter der Samtgemeinde Amelinghausen ist, versprach: „Wir behalten das im Auge.“

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Hausanschluss kostenlos

Nach Auskunft des Landkreises Lüneburg läuft im Monat Juli der Glasfaserausbau durch die beauftragte Telekom nicht nur in Amelinghausen, sondern derzeit auch in den Gemeinden Barendorf, Reinstorf, Stadt Bleckede sowie Stiepelse in Amt Neuhaus. Im August gehe es im Bereich Scharnebeck los. Angaben über weitergehende Baupläne konnte der Landkreis noch nicht machen. Alle Eigentümer im Ausbaugebiet, die während der Bauphase in ihrem Ort den Herstellungsauftrag unterzeichnen, erhalten den Hausanschluss kostenlos – also solange die Straßenoberflächen im Ort noch nicht wieder verschlossen sind, heißt es bei der Telekom.

Wie berichtet, fördert der Landkreis Lüneburg eine sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke, damit die Telekom schnelles Internet per Glasfaser in die Fläche bringt. Dafür erhält der Konzern von der öffentlichen Hand insgesamt 16,7 Millionen Euro. Der Bund fördert das Projekt zur Hälfte mit knapp 8.4 Millionen Euro. Das Land gibt zwei Millionen Euro dazu. Der Landkreis und die Kommunen übernehmen jeweils 3,17 Millionen Euro.

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