Falsche Handwerker: Senior soll 8000 Euro statt 200 zahlen

Drei Männer boten einem älteren Herrn an, für 200 Euro seine Dachrinne zu reparieren. Am Ende forderten sie 8000 Euro. (Foto: Adobe Stock)

Drei Männer boten einem älteren Herrn an, für 200 Euro seine Dachrinne zu reparieren. Am Ende forderten sie 8000 Euro. (Foto: Adobe Stock)

Lüneburg/Lüchow-Dannenberg. Sie suchen sich meist ältere Menschen aus, die auf Hilfe angewiesen sind, nur um sie am Ende um ihr Erspartes zu bringen: Die Lüneburger Polizei warnt einmal mehr vor reisenden Handwerkern, die spontan vorbeikommen und ihre Dienste anbieten. Am Ende steht meist eine unzureichende handwerkliche Leistung und eine unverschämt hohe Rechnung, die dazu in keinem Verhältnis steht.

Einen solchen Fall gab es jetzt aktuell wieder in der Region. Ein 76-Jähriger aber war schließlich clever genug, sich den Forderungen der dubiosen Handwerker zu widersetzen.

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Statt 200 Euro wurden 8000 gefordert

Die hatten bei dem Mann im Kreis Lüchow-Dannenberg eine Dachrinne repariert. Vor Ausführung der Arbeiten einigten sich beide Seiten auf einen Gesamtpreis von 200 Euro. Als die Arbeit erledigt war, forderten aber gleich mehrere Männer von dem alten Herrn plötzlich mehr als 8000 Euro – also mal eben das Vierzigfache.

Der Senior zahlte den geforderten Betrag nicht – „zum Glück“, heißt es von der Polizei, die inzwischen gegen drei Männer im Alter von 23, 47 und 61 Jahren aus Nordrhein-Westfalen wegen des Verdachts des Betruges bzw. Wuchers ermittelt.

Arbeiten werden oft unterbrochen

Derartige Fälle werden immer wieder angezeigt. Oft sind es Arbeiten am Dach, aber auch gern mal Klempner-, Terrassen- und Steinreinigungsarbeiten, die zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis „über den Gartenzaun“ angeboten werden. Das Angebot klingt verlockend, für nur für wenige Hundert Euro werde alles erledigt, was meist lange liegengeblieben war.

Fließt gleich zu Beginn Geld, werden die Arbeiten oft plötzlich beendet, weil angeblich Material fehlen würde, was noch geholt werden müsse. Und eh sich die Hausbesitzer versehen, ist die ganze Truppe weg und kommt auch nicht wieder. Oder aber es werden nach getaner Arbeit Mehrkosten geltend gemacht durch angeblich unvorhergesehene Dinge, die erst beim Erledigen eines Missstandes aufgefallen seien.

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Polizei rät von "Haustürgeschäften" ab

Die Polizei rät aufgrund der Vielzahl solcher Fälle daher generell von Haustürgeschäften oder Deals an der Gartenpforte ab. Stattdessen sollte man sich stets ein genaues schriftliches Angebot geben lassen und dies gegebenenfalls mit anderen Anbietern vergleichen. Eine weitere grundsätzliche Empfehlung: „Leisten Sie niemals Vorkasse vor Ort oder legen Geld für Materialien aus.“ lz

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