Hochwasserschutz an der Elbe

Politiker und Deichverband fordern verbindliche Absprachen der Länder

Politiker und Experten des Artlenburger Deichverbandes verlangen endlich verbindliche Absprachen der betroffenen Länder untereinander.

Politiker und Experten des Artlenburger Deichverbandes verlangen endlich verbindliche Absprachen der betroffenen Länder untereinander.

Hohnstorf/Elbe. Drei Bedingungen muss der Hochwasserschutz der Elbe unbedingt erfüllen: 1. das reibungslose Abflussverhalten bei Hochwasser durch geeignete Rückschnitte in den Elbauen, 2. die Beseitigung der Aufhöhungen der nicht mehr ausgebaggerten Elbsohle und 3. Deichrückverlegungen, die dem Hochwasser mehr Raum geben. Das ist das Ergebnis eines Fachgesprächs. Dieses führte der Landtagsabgeordnete Philipp Meyn (SPD) mit Vertretern des Artlenburger Deichverbandes und Verwaltungschefs von Elbkommunen. Thema war der aktuelle Stand des Hochwasserschutzes an der Elbe in den Kreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Harburg.

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„Als Kind der Elbmarsch weiß ich um die existenzielle Bedeutung des Hochwasserschutzes. Mir ist es wichtig, ein detailliertes Bild von möglichen Gefahrenlagen zu erhalten“, erklärt Meyn in einer Pressemitteilung. Gemeinsam stellten Deichhauptmann Hartmut Burmester, Geschäftsführer Ansgar Dettmer und der stellvertretende Landrat Norbert Thiemann (CDU), der auch Ehrendeichvogt ist, die Arbeitsschwerpunkte beim Hochwasserschutz vor.

Bestmöglicher Schutz der Bevölkerung

Im Bleckeder Rathaus wurde das Thema im weiteren Verlauf vertieft. Hauptproblem sei nach den Jahrhunderthochwassern seit 2002 und der von der Wissenschaft angenommenen Häufung von Starkregenereignissen eine den Herausforderungen angemessene Deichkonzeption. Diese müsse dem bestmöglichen Schutz der Bevölkerung entsprechen und gleichzeitig den Naturschutz soweit wie möglich berücksichtigen, habe es aus der Runde geheißen, so Meyn.

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Gastgeber Dennis Neumann, parteiloser Bürgermeister von Bleckede, Jürgen Meyer, parteiloser Bürgermeister der Samtgemeinde Elbtalaue, Laars Gerstenkorn (CDU), Bürgermeister der Samtgemeinde Scharnebeck, und die Vertreter des Artlenburger Deichverbandes seien sich einig, dass in Niedersachsen noch viel Anstrengung an der Elbe bevorstehe, während andere Bundesländer wie Sachsen-Anhalt ihre Hausaufgaben schon gemacht hätten – sie haben die Deiche ausgebaut.

Machbarkeitsstudie Vitico zeigt mögliche Richtung

Gute Pläne wie der Auenstrukturplan lägen unterschriftsreif auf dem Tisch. In dem Auenstrukturplan wird etwa festgelegt, wo Bäume und Sträucher zurückgeschnitten werden dürfen. Konzepte wie die Machbarkeitsstudie Vitico für Radegast zeigten die mögliche Richtung der Deichbauentwicklung auf, berichtet der Abgeordnete.

Die Bürgermeister und Experten des Deichverbandes verlangten vor dem nächsten und möglicherweise noch gravierender auflaufenden Hochwasser endlich verbindliche Absprachen der betroffenen Länder untereinander, erklärt Meyn. Er fasst zusammen: „Alle Fakten liegen auf dem Tisch – jetzt muss es endlich losgehen, damit wir für die nächsten Hochwasserereignisse gerüstet sind.“

LZ

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