Samtgemeinde Ostheide: Kampf ums Rathaus hat begonnen

Karsten Johansson (CDU) fordert Amtsinhaber Norbert Meyer (SPD) bei der Bürgermeisterwahl 2021 
heraus.  Foto: t&w

Karsten Johansson (CDU) fordert Amtsinhaber Norbert Meyer (SPD) bei der Bürgermeisterwahl 2021 heraus. Foto: t&w

Neetze/Barendorf. Kommunalpolitisch Interessierte vermuteten es schon seit geraumer Zeit: Karsten Johansson (CDU) will bei der Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister der Samtgemeinde Ostheide Amtsinhaber Norbert Meyer (SPD) erneut herausfordern. Jetzt machte der Neetzer im Gespräch mit der LZ zusammen mit dem CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzenden Thomas Bieler seine Kandidatur offiziell. Bereits wenige Tage zuvor war Johansson während einer CDU-Mitgliederversammlung einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der Christdemokraten gekürt worden.

2014 war der Neetzer zum ersten Mal gegen Meyer angetreten – er holte 33,2 Prozent der Stimmen. „Dass ich diese Wahl nicht gewinne, stand fest“, sagte er noch am Wahlabend. Heute räumt der verheiratete Familienvater von drei Töchtern ein: „Damals war ich noch wenig bekannt, hatte nur wenig kommunalpolitische Erfahrung.“

Für den kommenden Wahlkampf sieht sich der 43-Jährige deutlich besser gerüstet: Als Bürgermeister und Gemeindedirektor in Neetze sowie als Mitglied im Samtgemeinderat habe er „unglaublich viel Erfahrungen“ sammeln können. Als Kfz-Ausbilder bei der Handwerkskammer sei ihm das Arbeiten in einer Verwaltung nicht fremd: „Beruflich habe ich sowohl die freie Wirtschaft als auch Verwaltungsstrukturen der Handwerkskammer kennengelernt“, sagt Johansson, der – im Falle seines Wahlsieges – einiges anders machen möchte als der derzeitige Amtsinhaber.

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„Auch hier fehlen mir die Synergie-Effekte“

„Wir haben zwar gut ausgebaute Gemeindeverbindungswege, aber jede Gemeinde wurstelt mehr oder weniger alleine vor sich hin“, kritisiert Johansson. Was er vermisse, sei eine bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitgliedsgemeinden – und da sieht er den Samtgemeindebürgermeister in der Pflicht: In der laufenden Legislaturperiode habe Meyer erst zu vier Bürgermeistergesprächen eingeladen, „das ist eindeutig zu wenig“, moniert der CDU-Kandidat. Fehlende Koordination aus dem Rathaus und mangelnder Zusammenhalt zwischen den Kommunen glaubt Johansson ausgemacht zu haben – das schlage sich beispielsweise auch in der Tourismusförderung nieder: „Auch hier fehlen mir die Synergie-Effekte.“

Überhaupt fehlen Johansson und Thomas Bieler ein Gesamtkonzept für die Samtgemeinde – angefangen von einer Gebäude-Prioritätenliste für Feuerwehren, Krippen, Schulen und Turnhallen. Besonders am Herzen liege Johansson: „Als Bürgermeister will ich versuchen, gemachte Wahlversprechen auch umzusetzen“ – wohlwissend, dass es da auch bei seiner Partei das eine oder andere Defizit gibt.

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