Aus Freude spenden

Iris Prinke-Gosch (l.) übergibt den Scheck an Irene Skrobanek vom Guten Nachbarn.

Iris Prinke-Gosch (l.) übergibt den Scheck an Irene Skrobanek vom Guten Nachbarn.

Lüneburg. Sie habe sich über jeden noch so kleinen Spendenbetrag gefreut. „Ganz beseelt“ sei sie aber immer noch von ganz besonderen Begegnungen, sagt die Lüneburger Pysiotherapeutin Iris Prinke-Gosch. Wiederholt erschienen ältere Frauen bei ihr in der Praxis und spendeten jeweils größere Beträge für den Guten Nachbarn. Und das, ohne eine Gegenleistung bei der Wohlfühlaktion von Prinke-Gosch haben zu wollen. „Die wollten nicht einmal Kekse.“

Unter den großherzigen Spenderinnen war kürzlich auch eine ältere Dame, die von der Aktion in der LZ gelesen hatte, sie wollte „unbedingt teilen“ und steckte 300 Euro in die Spendendose. „Da standen mir die Tränen in den Augen und ich wusste, wir haben auch in diesem Jahr, in dieser neuen Art und Weise, bis jetzt alles richtig gemacht“, sagt Prinke-Gosch.

Seit 23 Jahren beteiligt sich Prinke-Gosch mit ihrem Therapeuten-Team an der Spendensammlung für den Guten Nachbarn. In den Vorjahren gab es gegen eine Spende zeitnah eine Wohlfühlbehandlung von der Gesichtsstäbchenmassage bis hin zur „Traum-Klang-Körperreise“. Weil das diesmal wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen nicht möglich ist, gab es es diesmal gegen Spende ein Versprechen, und zwar die Reservierung einer „Wohlfühlzeit“ für 2021 nach dem Lockdown. Mehr als 50 Personen erspendeten sich so einen Termin.

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3021,26 Euro kamen so zusammen

Die Vorfreude und gleichzeitig die Möglichkeit, in Not geratenen Mitmenschen zu helfen, ließ die Spendendose schnell voll werden: Insgesamt 3021,26 Euro kamen so zusammen. Die Summe überreichte jetzt Prinke-Gosch an Irene Skrobanek vom Guten Nachbarn.

Der Gute Nachbar ist die Hilfsaktion von Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Paritätischem, Kreisverband und Ortsverein Lüneburg im Deutschen Roten Kreuz, Diakonischem Werk und Landeszeitung. Ziel ist es, unverschuldet in Not geratene Menschen in Stadt und Kreis zu unterstützen.

Im Hintergrund steht auch die „Stiftung Guter Nachbar“, die sich jüngst über eine besondere Zustiftung freute. Eine ältere Dame bedachte die Organisation mit 100.000 Euro . Die Frau will anonym bleiben, sprach aber mit der LZ über ihre Beweggründe. „Im Laufe meines Lebens ist mir so oft geholfen worden“, sagte die ehemalige Lehrerin, „jetzt möchte ich etwas davon an die Gesellschaft zurückgeben...“ Indes wird Prinke-Gosch das Gefühl nicht los, dass die selbstlose Helferin zuvor schon in ihrer Praxis gewesen sein könnte, um etwas in die Spendendose zu werfen. Prinke-Gosch freute sich, wenn sich die Dame zumindest bei ihr zu erkennen geben würde, „ich möchte ihr auch etwas Gutes tun“.

Kleine Auswahl der Spenderinnen und Spender

Bereits gespendet haben (Wohnort ist in allen Fällen Lüneburg oder er wurde vom Spender nicht genannt): Ina-Maria Pyroth (25), Karin und Eike Scheider (30), Ines Beismann (50), Hubertus Kuhn (50), Karin und Peter Herda (50), Helmut Wukasch (50), Jutta und Franz Bockelmann (50), Annelie Gerhus (60), Werner Harder (60), Ewald Schaefer (100), Helga und Michael Fabel (100), Ilse und Egon Worthmann (100), Elisabeth und Joachim Kreft (100).

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