Pilotprojekt im Museum

Die Führung wird live aus dem Museum Lüneburg in die GBS Senioren Residenz übertragen. (Foto: Museum)

Die Führung wird live aus dem Museum Lüneburg in die GBS Senioren Residenz übertragen. (Foto: Museum)

Lüneburg. Das neue Angebot des Museums Lüneburg ist vor allem dazu gedacht, dass hochbetagte Menschen, die temporär oder langfristig nicht mehr persönlich ins Museum kommen können, weiterhin aktiv am Kulturangebot des Museums teilhaben können. Aktuell wird getestet, ob es möglich ist, digitale Rundgänge und einen gegenseitigen Austausch mit den älteren Menschen in Echtzeit und in guter Qualität umzusetzen. Dabei werden sie von einer Museumsmitarbeiterin vor Ort begleitet, die in das Thema einleitet und als Schnittstelle zwischen Seniorenwohnheim und Museum die Fragen und den Austausch vermittelt.

Den Auftakt zur mehrteiligen Reihe hat Museumsdirektorin Prof. Dr. Heike Düselder persönlich gestaltet. Sie hat das Projekt initiiert und freut sich über die finanzielle Förderung durch die Historischen Stiftungen Lüneburgs. „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir mit den älteren Menschen, die in den letzten Jahren besonders gern unsere Sonntagsführungen und das Museumscafé Luna besucht haben, weiterhin im regen Kontakt bleiben. Zugleich bietet es die Möglichkeit, neue Menschen für unser Angebot zu interessieren und viele persönliche Geschichten über Lüneburg zu erfahren, die in unser Zeitzeugenprojekt einfließen können.“

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Nächste Führung auf Plattdeutsch

Der Nutzen und die Attraktivität eines solchen Angebotes sei bei der ersten digitalen Museumsführung von vielen Bewohnern der Einrichtungen bestätigt worden, sie wollen auch beim nächsten Mal wieder dabei sein. Sabine Eisenreich, Leitung Soziale Betreuung und Veranstaltungen bei der GBS Senioren Residenz, und Dr. Miriam Bornholdt, Koordination des Pilotprojekts, freuen sich ebenfalls bereits auf die nächste digitale Museumsführung, die auf Plattdütsch stattfinden wird. „Dabei ist eine gleichbleibend gute Bild- und Tonqualität noch eine größere Herausforderung“, sagt Miriam Bornholdt, „doch auch daran arbeiten wir im Museum.“

Das Pilotprojekt wird wissenschaftlich von Prof. Dr. Christine Meyer von der Universität Vechta betreut. Sie lebt in Lüneburg und forscht bereits langjährig zum Thema Alter(n) und Soziale Altenarbeit. Bei Interesse soll das Angebot ergänzt und für weitere interessierte Seniorenwohnheime geöffnet werden. lz

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