Die Schneelage im Blick

Erst vor einer Woche hatte es in Lüneburg kräftig geschneit - doch jetzt droht deutlich mehr Schnee. (Foto: be)

Erst vor einer Woche hatte es in Lüneburg kräftig geschneit - doch jetzt droht deutlich mehr Schnee. (Foto: be)

Lüneburg. "Unsere Leute sind in der Bereitschaft und unsere Auffahrt wird von der AGL geräumt, damit wir, wenn nötig, rausfahren können", sagt Stadtbrandmeister Thorsten Diesterhöft. Da Pulverschnee zu erwarten sei, der durch Wind auch nicht schwer auf den Bäumen liegen bleibt, erwarte die Feuerwehr keine großen Einsätze aufgrund umgeknickter Äste. Der Wind könnte allerdings problematisch mit Blick auf Schneeverwehungen werden. Aber auch der ADAC Notdienst ist vorbereitet. "Wir habe acht Fahrzeuge für Lüneburg und vier für Uelzen bereit und ein paar mehr Kollegen in die Bereitschaft geholt", sagt Jens Kowalewski vom Pannen- und Bergungsdienst. Und auch beim Betrieb Straßenbau und -unterhaltung (SBU) ist der Grundtenor: Wir schauen, was kommt.

Der Winterdienst der AGL (Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH) ist für alle denkbaren Szenarien gerüstet. „Alle rund 90 verfügbaren Kräfte sind in Rufbereitschaft, auch die Gruppe der Einsatzleiter wurde vorsorglich von zwei auf vier verstärkt“, berichtet AGL-Betriebshofleiter Frank Fugel. Ob der für Norddeutschland angekündigte Schneesturm die Hansestadt erreicht, kann indes niemand verlässlich sagen. Die aktuelle Prognose: „Im Moment sieht es so aus, dass es morgen bei uns nicht so heftig wird. Am Sonntag stellen wir uns auf zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee ein“, sagt Fugel. „Grundsätzlich befinden uns in einer Grenzlage: Von null bis ganz viel Schnee ist alles möglich.“

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Fahrzeuge und Salz stehen bereit

Sollte Lüneburg tatsächlich kalt erwischt werden, stehen sechs Großfahrzeuge, 16 Kleintraktoren und sechs Pritschenfahrzeuge bereit. Tonnenweise Salz und Sand lagern in den Vorratshallen des Betriebshofs an der Bockelmannstraße. „Wir werden voraussichtlich am Samstagabend vorbeugend streuen, damit der Schnee nicht auf der Fahrbahn anfriert und räumfähig bleibt“, erklärt der Betriebshofleiter. „Anschließend fahren wir, sofern notwendig, mehrere Einsätze in Folge.“

Die Polizei möchte auch an den Schneetagen alle an die geltenden Corona-Regeln erinnern. Man werde mit Augenmaß unterwegs sein.

Das sagt Meteorologe Reinhard Zakrzewski

Zum Wochenende bahnt sich eine brisante Grenzwetterlage an. Eisige Luft aus Ost trifft über Norddeutschland auf sehr milde Luft aus Südwesten. Auf der kalten Seite der Luftmassengrenze schneit es ergiebig mit Unwetterpotenzial, auf der milden Seite regnet es. Wo genau die scharfe Trennlinie zwischen beiden Wetterzonen liegt, lässt sich erst kurzfristig sagen. Sicher scheint zu sein, dass insbesondere nördlich der Mittelgebirgsschwelle unwetterartige Verhältnisse durch viel Schnee- und Schneeverwehungen drohen. Für Meteorologen ist eine solche Wetterlage ein absolutes Highlight, für Bahnreisende und Autofahrer ein Blackout.

Nach Temperaturen um null Grad mit etwas Sonne, Schnee oder Schneeregen am Donnerstag und Freitag, setzt am Sonnabend Dauerfrost und ein böiger Ostwind ein. Gleichzeitig kann es kräftig und teilweise länger anhaltend schneien. Sonntag droht bei gefühlt zweistelligen Minusgraden vor allem nach Norden zu ein veritabler Schneesturm mit chaotischen Verhältnissen wie schon lange nicht mehr. Nach derzeitigem Stand sind regional durchaus 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee möglich. Erst Anfang der neuen Woche lassen Schnee und Wind langsam nach, doch die Temperaturen rutschen weiter ab. Um die Wochenmitte sind durchaus Tageswerte um minus fünf, nachts unter minus zehn Grad möglich.

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