Gütesiegel von Fake-Shops sind oft täuschend echt

(Symbolfoto: Fotolia)

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Lüneburg. Gold kann online in der Regel nur per Vorkasse gekauft werden. Daher ist die Verlässlichkeit des Anbieters besonders wichtig. Ein Gütesiegel bietet sich hier als geeignetes Kriterium an. Erst kürzlich war ein Gold-Betrug aufgeflogen, ein Angeklagter wurde vom Landgericht Lüneburg zu dreieinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt.

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Raffinierte Masche

„Es wird immer schwieriger, Fake-Shops zu entlarven“, erklärt Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Der Shop „goldhandel-preisliste.de“ erfülle nahezu alle Anforderungen: Er wirkt authentisch, das Impressum ist vollständig und auch das Trusted Shop-Gütesiegel sieht echt aus und ist verlinkt. „Nur wer genau hinschaut und die Angaben überprüft, wird den Schwindel aufdecken“, so die Rechtsexpertin.

Wie man Fake-Shops identifizieren kann

Das Siegel – sowohl das Original als auch die Fälschung – wird auf der Website des Shops angezeigt. Mit einem Klick auf das echte Siegel öffnet sich ein neues Fenster: die Betreiberseite des Siegels, die die Zertifizierung des Shops anzeigt. „Diese Verlinkung wird in der Betrugsmasche nachgebildet. Das Zertifikat liegt hier nicht auf den Seiten von Trusted Shops, sondern auf einer gefälschten Webseite, die dem Original sehr ähnlich sieht“, erklärt Körber. Neben Bewertungen zufriedener Kunden zeigt sie die Anschrift des Anbieters und den vermeintlich gültigen Prüfstatus des Shops. Auch die URL weicht nur sehr leicht von der echten ab. „Verbraucherinnen und Verbraucher müssen genau hinschauen, um den Unterschied zu erkennen“, sagt Körber.

„Sind sich Verbraucher unsicher, ob der Shop echt ist, sollten sie unbedingt nach Bewertungen des Shops im Internet suchen und auch die Suchfunktion der Siegelbetreiber nutzen“, rät die Rechtsexpertin. Wird der Shop dort nicht gefunden oder wird er als gesperrt angezeigt, stimmt etwas nicht. Eine Orientierung bieten auch immer die Vorsicht-Falle-Meldungen auf der Website der Verbraucherzentrale Niedersachsen, die über aktuelle Fake-Shops informieren. Zudem kann der Blick ins Impressum Hinweise liefern. Im vorliegenden Fall wird hier ein Unternehmen in Berlin genannt. Auf der entsprechenden Website ist bereits ein Warnhinweis zu finden, dass die Angaben missbräuchlich verwendet werden. lz

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat eine Check-Liste zu Fakeshops zusammengestellt. Sie ist zu finden unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de

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