Herberge: Ein Schlafplatz für 100 Menschen

Sie sorgen dafür, dass nur selten Menschen in Lüneburg auf der Straße schlafen müssen: Michael Waschk, Dieter Koschel, Lars Kolodzeike, Konrad Möller und André Pluskwa (v.l.). (Foto: t&w)

Sie sorgen dafür, dass nur selten Menschen in Lüneburg auf der Straße schlafen müssen: Michael Waschk, Dieter Koschel, Lars Kolodzeike, Konrad Möller und André Pluskwa (v.l.). (Foto: t&w)

Lüneburg. Insgesamt 100 Personen haben durch die Angebote der "Herberge plus" ein Dach überm Kopf. "Das setzt sich zusammen aus der stationären Beherbergung von 50 Personen und der ordnungsrechtlichen Unterbringung von ebenfalls 50 Personen", erläutert Dieter Koschel, Leiter der Herberge, die ihren Hauptstandort Beim Benedikt hat. "Stationär sind die Menschen untergebracht, die einen großen Hilfebedarf haben", erklärt Koschel. Bezugsbetreuer stehen ihnen zur Seite und helfen ihnen bei anfallenden Aufgaben im Alltag: "Was gibt es zu erledigen? Wie komme ich an nötige Unterlagen? Wie bekomme ich Hilfe, um meine Sucht zu überwinden?", führt Koschel beispielhaft an. Diese Menschen seien meist nicht in der Lage, eine eigene Wohnung zu finden und diese auch zu halten, sie seien oftmals recht unselbstständig.

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Ordnungsrechtliche Unterbringung für die Stadt

Anders ist das bei denjenigen, die ordnungsrechtlich untergebracht sind. "Das ist eigentlich Aufgabe der Stadt, die haben aber nicht ausreichend Plätze und uns deshalb den Auftrag dafür erteilt, 50 Personen aufzunehmen." Dabei handele es sich vorrangig um Menschen, die aus den verschiedensten Gründen wohnungslos geworden sind und sich in einer akuten Notlage befinden. "Bei manchen ist die Wohnung abgebrannt, manche wurden von ihrem Partner rausgeschmissen oder haben ihre Miete nicht mehr gezahlt und es kam zu einer Zwangsräumung." Diese Personen bekommen in den Räumen der Herberge in Zweibettzimmern ein Dach über den Kopf – allerdings "nur als Notfalllösung und ohne umfangreiche Betreuung", betont Koschel.

Ziel: Eine eigene Wohnung finden

Das Ziel bei beiden Personengruppen sei, eine eigene Wohnung zu finden. "Aber das ist hier in Lüneburg ja ganz schwer." Deshalb mietet der Verein auch selbst Wohnungen an und vermietet diese dann unter. Durch das Angebot der "Herberge plus" müssen "relativ wenige Menschen in Lüneburg auf der Straße übernachten". Hin und wieder käme das vor, dann gehe der Streetworker Andrè Pluskwa jedoch aktiv auf diese Menschen zu und unterbreite ihnen das Angebot, in der Herberge unterzukommen. lvc/lat

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