Hilfe für Frauen in Not

Für Frauen in Not suchen jetzt Stadt und Landkreis ein geeignetes Frauenhaus. (Foto: Pixabay)

Für Frauen in Not suchen jetzt Stadt und Landkreis ein geeignetes Frauenhaus. (Foto: Pixabay)

Lüneburg. Wenn Frauen und ihre Kinder nach Gewalterfahrungen Schutz suchen, haben sie bereits einen langen Weg hinter, aber auch noch viele Herausforderungen vor sich. Um sie dabei nicht allein zu lassen, will der Landkreis das Projekt „Second Stage“ der Stadt Lüneburg unterstützen.

Dabei geht es quasi um eine Außenstelle des Frauenhauses, das längst an seine Kapazitätsgrenzen stößt und immer wieder auch Frauen, die eines Schutzraumes bedürfen, ablehnen müssen. Für die Unterstützung stimmten jetzt die Mitglieder des Sozialausschusses.

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Zwischen Frauenhaus und einem eigenständigen Leben

„Second Stage“ ist Teil eines Bundesförderprogramms und begleitet die Betroffenen nach einem Aufenthalt im Frauenhaus zurück ins eigenständige Leben. Schwerpunkte sind Existenzaufbau und Wohnungssuche. Der Kreis stellt für das Vorhaben eine Fördersumme von bis zu 28.500 Euro zur Verfügung.

Zusätzlich unterstützt der Landkreis seit Jahrzehnten den Verein Frauen helfen Frauen, der das Frauenhaus in Lüneburg betreibt. „Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, aber auch die Pflicht von Politik und Verwaltung, Frauen in Not zu helfen“, wird Yvonne Hobro, Fachbereichsleiterin Soziales, in einer Pressemitteilung des Kreises zitiert. „Deswegen stehen wir im engen Austausch mit dem Frauenhaus und leisten finanzielle Unterstützung und Beratung.“ So sichert der Landkreis die Finanzplanung des Frauenhauses, indem er die verbindliche Förderung zuletzt für fünf Jahre vertraglich geregelt hat. Hiernach erhält der Verein jährlich 27.000 Euro.

Auch der Kreis sucht nach einem neuen Haus

In der Vergangenheit wurden die Anträge des Vereins zum Betrieb des Frauenhauses zu 100 Prozent in der gewünschten und erforderlichen Höhe vom Landkreis bewilligt. „Uns sind auch die Pläne zur Erweiterung des Frauenhauses seit dem vergangenen Jahr bekannt“, sagt Yvonne Hobro. Der Kreis habe deshalb auch in dieser Frage erneut an Gesprächen mit der Stadt und dem Verein teilgenommen, um nach einer Lösung zu suchen. Bekanntlich fehlt aktuell vor allem ein geeigneter Standort für mehr Plätze.

Für ein weiteres Projekt, das Frauen in schwierigen Situationen zur Seite steht, will der Landkreis ebenfalls finanzielle Hilfe leisten. Nach dem Willen der Ausschussmitglieder soll der Verein donum vitae in diesem und in den kommenden zwei Jahren einen Zuschuss von jeweils 3500 Euro erhalten. Der Verein berät zum Thema Schwangerschaft und ist in diesem Zusammenhang auch Anlaufstelle für psychologische Beratungen.

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