Klimacamp als Zeichen des Protests

Das Klimacamp richtet sich unter anderem gegen den Weiterbau der A39. (Foto: t&w)

Das Klimacamp richtet sich unter anderem gegen den Weiterbau der A39. (Foto: t&w)

Lüneburg. Ab Sonnabend, 12. Juni, wird ein Zusammenschluss der Klimabewegung aus Lüneburg nach dem Vorbild von Orten wie Nürnberg, Augsburg oder Hamburg ein offenes Klimacamp in unmittelbarer Nähe zum Rathaus am Marienplatz einrichten. Das Camp soll so lange bestehen, „bis lokalpolitische Entscheidungsträger konsequente, sozial verträgliche und klimagerechte Maßnahmen für die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels ergriffen haben“, heißt es von den Initiatoren.

Lena Jagdt (19), Aktivistin aus Lüneburg, sagt: „Trotz jahrelanger Streiks und Demonstrationen sind in der Politik noch immer nicht mehr als leere Versprechungen an der Tagesordnung. Konsequente Handlungen, die Klimakrise aufzuhalten und damit die Lebensgrundlage von Millionen Menschen vor allem im globalen Süden bereits heute zu sichern, fehlen. Wir werden das nicht länger in Kauf nehmen. Jeder Tag des Nichthandelns ist ein Tag zu viel.“

Der 16-jährige Damian Engmann kritisiert: „Der Bau der höchst klima- und umweltschädlichen A39 wird weiter vorangetrieben, die ÖPNV-Anbindung im Landkreis ist schlecht und auf Wasserknappheit infolge erdrückender Hitzewellen durch die Erderwärmung wird mit der Unterstützung eines dritten Brunnens für Coca-Cola, der Millionen Liter an wertvollem Tiefengrundwasser abpumpt, reagiert. Die Politik handelt verräterisch, wenn sie Profite über Menschenleben stellt.“

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