Landkreis Lüneburg nimmt Reiserückkehrer in den Blick

Bei der Einreise nach Deutschland gilt seit Anfang August 2021: Jede Person ab 12 Jahren, die einreist – egal aus welchem Land -, muss bei der Einreise entweder einen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfausweis haben. (Symbolfoto: AdobeStock)

Bei der Einreise nach Deutschland gilt seit Anfang August 2021: Jede Person ab 12 Jahren, die einreist – egal aus welchem Land -, muss bei der Einreise entweder einen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfausweis haben. (Symbolfoto: AdobeStock)

Lüneburg. Sie waren in Spanien, den Niederlanden, Portugal, Großbritannien, Frankreich, Russland, Zypern oder einem von zwölf anderen Ländern mit vielen Corona-Infektionen: Rund 650 Urlauberinnen und Urlauber aus dem Landkreis Lüneburg haben sich zuletzt innerhalb einer Woche (4.-10. August 2021) über das Einreiseportal beim Gesundheitsamt zurückgemeldet. So sieht es das Bundesrecht derzeit vor – und die strengen Regeln haben einen ernsten Hintergrund. Denn etwa die Hälfte der Corona-Infektionen in der Region geht aktuell von Reiserückkehrern aus. Deshalb nimmt das Gesundheitsamt diese Gruppe nun verstärkt in den Blick. Das teilt der Landkreis Lüneburg in einer Pressemitteilung mit. Mehrere Bausteine helfen gegen das Coronavirus: Die Impfungen – derzeit im Corona-Impfzentrum ohne Termin sehr unkompliziert erhältlich – bieten den besten Schutz. Abstand, Mundschutz, Hygiene und Lüften helfen im Alltag. Tests decken Infektionen schnell auf.

Wer mit dem Coronavirus infiziert ist oder einem besonderen Risiko ausgesetzt war, muss sich zu Hause isolieren: „Damit das Virus sich nicht weiter ausbreiten kann, ist es zwingend notwendig, dass die Quarantäne von allen Betroffenen eingehalten wird“, sagt Dr. Marion Wunderlich, Leiterin des Gesundheitsamts. „Leider haben in der Vergangenheit nicht alle diesen Grundsatz ernst genommen.“ Deshalb hat der Landkreis Lüneburg entschieden, die Einhaltung der Quarantäne in Zukunft genau unter die Lupe zu nehmen - nicht nur bei Reiserückkehrern. Stichprobenartig überprüfen die Ordnungsämter im Kreis, ob Betroffene auch wirklich zu Hause sind. „Für die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen vor Ort sind wir dankbar“, so die Gesundheitsamtsleiterin.

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Hier die Regeln für Reiserückkehrer im Überblick:

Bei der Einreise nach Deutschland gilt seit Anfang August 2021: Jede Person ab 12 Jahren, die einreist – egal aus welchem Land -, muss bei der Einreise entweder einen Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfausweis haben.

Für die Rückkehr aus Virusvarianten- sowie Hochrisikogebieten gibt es unterschiedliche Regelungen. Bei beiden gilt jedoch zunächst: Die Einreisenden sind dazu verpflichtet, den Landkreis Lüneburg über das Einreiseportal www.einreiseanmeldung.de über ihre Rückkehr zu informieren. Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen sich im Anschluss für zehn Tage in Quarantäne begeben, Einreisende aus einem Virusvariantengebiet für 14 Tage.

Rückkehrer aus Hochrisikogebieten können ihre Quarantäne jedoch verkürzen. Das heißt: Am fünften Tag nach der Einreise können sie sich mit einem weiteren PoC- oder PCR-Test freitesten lassen. Der Testnachweis muss dann im Einreiseportal hochgeladen und per E-Mail unter dem Betreff “Freitest Reiserückkehrer aus Land …“  an das Gesundheitsamt des Landkreises an gesundheitsamt@landkreis-lueneburg.de geschickt werden. Geimpfte oder genesene Rückkehrer beenden die Quarantäne in dem Moment, in dem sie dem Gesundheitsamt den Genesenennachweis oder Impfausweis vorlegen. Diese Dokumente können auch bei Anmeldung im Einreiseportal hochgeladen werden, so dass praktisch keine Quarantäne einzuhalten ist.

Einreisende aus einem Virusvariantengebiet können die 14-tägige Quarantäne nicht durch einen weiteren Test verkürzen. Nur diejenigen, die mit einem wirksamen Impfstoff gegen die Variante voll geimpft sind, können die Quarantäne vorzeitig beenden, wenn sie den Impfnachweis dem Gesundheitsamt vorlegen. Ein weiterer Test ist nicht erforderlich. Entscheidend ist hier aber die Einschätzung des RKI.

Impfung senkt die allgemeine Ansteckungsgefahr

„Wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, für den gestaltet sich die Reiserückkehr deutlich einfacher“, erläutert Dr. Marion Wunderlich. „Die Impfung schützt nicht nur vor schweren Verläufen, sie senkt auch die allgemeine Ansteckungsgefahr deutlich." Wer sich selbst impfen lässt, schützt damit auch andere: Wenn zum Beispiel die Eltern geimpft sind, gibt es für die Kinder schon einen Ansteckungsweg weniger – das Gleiche gilt für Großeltern, Lehrer, Erzieher und Betreuer.

Welche Länder aktuell als Hochrisiko- beziehungsweise als Virusvariantengebiete eingestuft werden sowie weitere Informationen für Reiserückkehrende gibt es hier. 

Eine Kurzübersicht zu den Einreisevorschriften finden Urlaubsrückkehrer hier. lz

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