Lasergeräte zählen die Passanten in der Lüneburger Innenstadt

Diese unscheinbaren Geräte wie hier an der Bäckerstraße messen die Passantenfrequenz in der Lüneburger Innenstadt. (Foto: phs_foto)

Diese unscheinbaren Geräte wie hier an der Bäckerstraße messen die Passantenfrequenz in der Lüneburger Innenstadt. (Foto: phs_foto)

Lüneburg. Handelt es sich wirklich um eine 1A-Lage? Welche Straßen sind besonders frequentiert? Antworten auf diese Fragen sollen Messungen liefern, die zählen, wie viele Passanten wann an welchen Stellen unterwegs sind. Gemeinsam mit der Stadt Lüneburg haben dafür zwei Firmen jetzt die ersten vier von insgesamt neun geplanten Lasergeräten in der Lüneburger Innenstadt installiert.

Die Installation und der Betrieb im Jahr 2022 werden zu 100 Prozent vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert, da die Stadt als eine von bundesweit 14 Modellkommunen am Projekt Stadtlabore für Deutschland – Digitales Leerstands- und Ansiedlungsmanagement teilnimmt. Ziel ist es, eine digitale Lösung für aktives Ansiedlungsmanagement in deutschen Städten zu entwickeln und zu erproben. „Die Installation der Lasergeräte ist ein wichtiger Baustein dabei“, sagt Melissa Duda von der Stabsstelle Nachhaltige Stadtentwicklung.

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Fünf weitere Standorte sollen bald folgen

Welche Standorte zusammen ein möglichst aussagekräftiges Bild abgeben, darüber haben sich verschiedene Abteilungen im Rathaus unter anderem mit der IHK, der Lüneburg Marketing GmbH, der Wirtschaftsförderung und Handelsexperte Frank Rehme ausgetauscht. Aktuell befinden sich Lasergeräte in folgenden Straßen: Kleine Bäckerstraße, Grapengießerstraße (östlicher Teil), An der Münze und Untere Schrangenstraße. Die Immobilieneigentümer hätten sich äußerst kooperativ gezeigt. Die weiteren fünf geplanten Standorte sollen noch in diesem Sommer ausgestattet werden.

Die Geräte sind denkmalschonend zumeist an Fallrohren installiert. Da sie sehr hoch angebracht sind, können die Geräte jeweils die gesamte Straßenbreite erfassen. Sie funktionieren ähnlich einer Lichtschranke und zählen, wer sich in welche Richtung bewegt, wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist. Die Geräte nehmen keine Videos oder personenbezogene Daten auf, seien daher datenschutzrechtlich unbedenklich. Die Daten seien völlig anonymisiert und würden vom Gerät direkt an eine Cloud übermittelt.

Die erfassten Daten sind für alle Interessierten einsehbar unter hystreet.com. Nach der kostenfreien Registrierung können die Standorte in Lüneburg stundengenau ausgewertet und mit anderen Städten in Deutschland verglichen werden. lz

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