Lüneburg ein Vorreiter beim Bauen

Ein einmaliges Pilotprojekt der Stadt Lüneburg: der geplante Hort an der Anne-Frank-Schule in Kaltenmoor als 3D-Darstellung. (Skizze: Dohse und Partner Architekten mbB Hamburg)

Ein einmaliges Pilotprojekt der Stadt Lüneburg: der geplante Hort an der Anne-Frank-Schule in Kaltenmoor als 3D-Darstellung. (Skizze: Dohse und Partner Architekten mbB Hamburg)

Lüneburg. Wie kann die Stadt Lüneburg als Bauherr öffentlicher Gebäude nachhaltiger bauen und so Ressourcen schonen und Klimaschutz betreiben? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Mitarbeiter in der städtischen Bauverwaltung seit Längerem. Ein einmaliges Pilotprojekt in diesem Kontext ist der neue Hort, den die Stadt ab Frühjahr 2023 hinter der Anne-Frank-Schule bauen lässt – in überwiegend nachhaltiger Bauweise. In Anlehnung an die Konzepte der konsequenten Kreislaufwirtschaft im Bauwesen, dem sogenannten Cradle to Cradle, wurden als gesunde Hauptbaumaterialien Holz, Stroh für die Dämmung der Außenwände sowie Lehm gewählt, erklärt Bauingenieur Christoph Müller. „Das Architekturbüro hat hier außerdem eine Bauweise entwickelt, die das Verkleben der einzelnen Bauteile minimiert, sodass die Materialien bei einem späteren Rückbau sortenrein getrennt und neu eingesetzt werden könnten.“

Passend zu dem Probeprojekt, wurde die Stadt Lüneburg kürzlich von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) als eine von mehreren Modellregionen für das Thema “Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit im Bausektor“ ausgewählt. Ziel des Forschungsprojektes sei es, Hindernisse 29für nachhaltiges Bauen im öffentlichen Sektor zu identifizieren sowie Maßnahmen aufzuzeigen, wie diese Hindernisse abgebaut werden können, heißt es aus dem Rathaus.

Zu diesem Zweck sollen auch die Lüneburger zu ihrem Verständnis und ihren Wünschen mit Blick auf das nachhaltige Bauen im öffentlichen Raum befragt werden. „Wir hoffen, dass möglichst viele mitmachen“, appelliert Müller. Denn von den Ergebnissen profitierten auch Verwaltung und Politik bei künftigen Bauvorhaben. So könne man besser einschätzen, welche Vorbehalte und Erwartungen es bezüglich nachhaltigen Bauens in der Bevölkerung gebe. lz

Teilnehmen an der Studie können Interessierte online unter www.soscisurvey.de/Nachhaltigkeit_oeffentlicher_Bau/?q=Lueneburg

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