Management für das Wasser

Die hohen Entnahmemengen auch durch die Landwirtschaft lassen in einigen Regionen Niedersachsens die Grundwasserpegel sinken. Besonders betroffen ist die Lüneburger Geest. (Foto: A/dth)

Die hohen Entnahmemengen auch durch die Landwirtschaft lassen in einigen Regionen Niedersachsens die Grundwasserpegel sinken. Besonders betroffen ist die Lüneburger Geest. (Foto: A/dth)

Lüneburg. Seit Jahren sinken die Grundwasserpegel in vielen Regionen Niedersachsens. Besonders betroffen ist die Lüneburger Geest. Gleichzeitig reicht die Grundwasserneubildung nicht aus, um das Defizit auszugleichen. Die lebensnotwendige Ressource muss nachhaltiger verteilt werden. Dazu gibt es mehrere Ansätze. In Lüneburg wurde ein Wasserforum gegründet, um alle Beteiligten von Landwirtschaft bis Wasserversorgern an einen Tisch zu bringen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, damit auch kommende Generationen noch ausreichend sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben.

Eine wichtige Rolle wird auch das Wassermanagement spielen. Das niedersächsische Zukunftslabor Wasser hat jetzt am Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) in Oldenburg seine Arbeit aufgenommen. Ziel ist ein nachhaltiges, ressourcenschonendes und effizientes Wassermanagement. Die Lüneburger Uni ist mit einem Teilprojekt an dem Vorhaben beteiligt. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VW-Stiftung fördern dieses Zukunftslabor in den kommenden fünf Jahren mit 3,7 Millionen Euro.

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Erfahrungen mit Schöpfwerk-Projekt

Die Lüneburger Wissenschaftler Prof. Dr. Jens Heger und Marvin Hempel vom Institut für Produkt- und Prozessinnovation beschäftigen sich mit der küstennahen Entwässerung, Bewässerung und Energieoptimierung. Dabei bringen sie ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt Schöpfwerk 4.0 ein, das darauf abzielt, Kosten- und CO₂-optimierte Ablaufpläne für Schöpfwerke zu erstellen, teilte die Leuphana mit.

Er freue sich sehr, dass sich die einschlägigen wissenschaftlichen Akteure in Niedersachsen im Zukunftslabor Wasser des ZDIN zusammengeschlossen haben, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Klare Botschaft an die Gesellschaft

Das Projektkonsortium des Zukunftslabors Wasser umfasst neun wissenschaftliche Einrichtungen und viele Praxispartner. Sprecher des Zukunftslabors ist Prof. Dr. Oliver Zielinski von der Universität Oldenburg. Er hat ein klare Botschaft: „Wasserwirtschaft, Wassermanagement und der Landschaftsraum Wasser haben eine elementare Versorgungsfunktion für unsere Gesellschaft. Der Klimawandel und die verteilten Strukturen der Wasserwirtschaft verlangen nach einer Digitalisierung im Wassermanagement, um die Versorgungs- und Qualitätssicherheit der Ressource Wasser auch künftig zu gewährleisten und den Umgang mit Extremsituationen zu verbessern. Genau hier setzt das Zukunftslabor mit seinen intelligenten Systemen und digitalen Lösungen an.“ lz/wko

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