„Mental sehr fordernde Einsätze“

Sven Seemann engagiert sich bei der DLRG. (Foto: privat)

Sven Seemann engagiert sich bei der DLRG. (Foto: privat)

Lüneburg. Ihre Arbeit ist unverzichtbar: Die Frauen und Männer bei ASB, DLRG,DRK, ASB und THW opfern einen Teil ihrer Freizeit, um anderen Menschen zu helfen. Einer von ihnen ist Sven Seemann (41) aus Lüneburg. Er ist aktiv beim DLRG Bezirk Nordheide.

Wie lange sind Sie schon in diesem Ehrenamt tätig?

Sven Seemann: Ich bin seit September 1995 bei der DLRG Ortsgruppe Lüneburg tätig.

Welche Aus- und Fortbildungen haben Sie gemacht?

Angefangen habe ich als Rettungsschwimmer und habe mich dann zum Bootsführer, Sanitätshelfer, Einsatztaucher und Tauchgerätewart fortgebildet.

Auf welchen Einsatz sind Sie besonders stolz?

Ich bin besonders stolz auf den derzeitigen Einsatz im Impfzentrum in Lüneburg. Hier bin ich für den Sanitätsdienst und im mobilen Impfteam eingesetzt.

Was war Ihr schwierigster Einsatz?

Einsätze mit Personensuche, besonders wenn auch Kinder beteiligt sind, sind immer sehr schwierig, weil sie auch mental sehr fordernd sind. Auch die ersten Einsätze mit dem mobilen Impfteam in den Altenheimen waren sehr bewegend.

Wie viele Stunden pro Woche leisten Sie durchschnittlich Dienst im Ehrenamt?

Vor der Corona-Pandemie waren es 4 bis 5 Stunden die Woche. Jetzt, da wir auch im Impfzentrum eingesetzt sind, können es 10 bis 12 werden.

Unterstützt Ihr Arbeitgeber Ihr Ehrenamt?

Mein Arbeitgeber unterstützt mich in meinem Ehrenamt und ist sehr flexibel. Als ich um Freistellung für das Impfzentrum bat, bekam ich viel Zuspruch, wofür ich sehr dankbar bin.

Welche Wünsche haben Sie an die Politik für ihre Tätigkeit?

Ich würde mir wünschen, dass eine Möglichkeit der beruflichen Freistellung für Fortbildungen und Schulungen geschaffen wird, damit man dieses nicht immer ausschließlich am Wochenende machen muss. Ähnlich wie es bei Feuerwehr und THW gehandhabt wird.

Welche Wünsche haben Sie an die Bürger?

Passen Sie gut auf sich und ihre Kinder auf und bringen Sie Ihren Kindern das sichere Schwimmen bei.

Sind Sie im Dienst verbal oder physisch attackiert worden?

Nein, glücklicherweise blieb es bisher nur bei unqualifizierten Kommentaren, aber die meisten Menschen bringen uns Dankbarkeit entgegen.

Mehr aus Stadt Lüneburg

 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken