Microsoft-Masche: Und weg ist das Geld

Die Polizei rät: Geben Sie nie Ihre Kontodaten an Dritte weiter. (Foto: t&w)

Die Polizei rät: Geben Sie nie Ihre Kontodaten an Dritte weiter. (Foto: t&w)

Reppenstedt. Er hatte auf Hilfe gehofft, doch wurde Opfer einer fiesen Betrugsmasche: Ein 82-Jähriger aus Reppenstedt ist von einem angeblichen Mitarbeiter des Technologieunternehmens Microsoft, der sich telefonisch bei ihm meldete, um eine fünfstellige Geldsumme betrogen worden. Um ihm bei Problemen mit seinem Computer zu helfen, hatte sich der Unbekannte Zugriff auf den PC und die Kontodaten des Rentners verschafft und so seit Anfang des Jahres mehrmals Geld überwiesen.

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Die Masche ist nicht neu

Die Masche sei nicht neu, bestätigt Julia Westerhoff, Pressesprecherin der Polizei. „Momentan gibt es sehr viele solcher Anrufe. Zum Glück verhält sich der Großteil der Lüneburger vorbildlich. Es wird aufgelegt und die Polizei verständigt“, erklärt sie. Die Polizei stelle dann Strafanzeige wegen versuchten Betrugs.

Doch die Täter sind schwer zu schnappen, hinterlassen wenig Spuren im Netz. Die Hoffnung, dass der Rentner sein Geld zurückbekommt, sei deshalb gering. „Der Betrug zog sich über mehrere Monate, und das Geld wurde vermutlich auf unterschiedlichen Wegen vom Konto abgebucht. Noch laufen da die Ermittlungen. Trotzdem fürchte ich, dass der 82-Jährige in diesem Fall nicht entschädigt wird“, sagt Westerhoff.

Microsoft kontaktiert nicht unaufgefordert

Gerade deshalb ist es der Polizei besonders wichtig, die Bürger zu informieren und dadurch zu schützen: „Wir wollen aufklären, aufklären, aufklären. Je mehr Leute über die Betrugsmaschen Bescheid wissen, desto seltener haben die Täter Erfolg,“ appelliert Westerhoff. Die Polizei rät, niemals private Daten wie Bankkonto-, Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten an Dritte herauszugeben und weist darauf hin, dass seriöse Unternehmen wie Microsoft nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen.

Sollte sich dennoch unangekündigt ein Servicemitarbeiter am Telefon melden: Legen Sie den Hörer auf. Gewähren Sie außerdem einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware, unterstreicht Westerhoff und ergänzt: „Melden Sie einen Betrugsversuch unbedingt der Polizei.“ Zusätzlich können Sie online unter www.microsoft.com/de-DE/concern/scam einen Hinweis an das Unternehmen geben. lz/cd

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Miese Masche

Die Polizei warnt vor unsicheren Bezahl-Links auf Online-Plattformen: Grund ist der Fall einer 58-jährigen Lüneburgerin, die über das Verkaufsportal eBay-Kleinanzeigen einen externen Link geöffnet hat – angeblich für eine sichere Bezahlung über die Plattform.

Nach Eingabe einer TAN musste sie am Folgetag feststellen, dass mehr als 900 Euro von ihrem Konto abgebucht wurden. Sollten Sie Opfer eines solchen eBay Betruges geworden sein, nehmen Sie Kontakt zu ihrem Kreditinstitut auf und versuchen Sie, die Zahlung zu stoppen und die Karte zu sperren, rät die Polizei. Außerdem sollten Sie Ihre Kontodaten ändern und den Vorfall der Polizei melden.

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