"Mitwirk-O-Mat" gewinnt bundesweiten Preis

Felix Englisch freut sich über die Auszeichnung in der Kategorie "Digitales Engagement". (Foto: privat)

Felix Englisch freut sich über die Auszeichnung in der Kategorie "Digitales Engagement". (Foto: privat)

Lüneburg. Wie finde ich eine zu mir passende Initiative, um mich dort zu engagieren? Die Antwort auf diese Frage finden Lüneburgerinnen und Lüneburger im "Mitwirk-O-Mat". Die Anwendung entwickelten die Studenten Felix Englisch und Jonas Schröder von "Lebendiges Lüneburg" im Sommer 2020. Nun sind sie dafür mit dem "Preis für digitales Miteinander" in der Kategorie "Digitales Engagement" im Rahmen des bundesweiten Digitaltages 2021ausgezeichnet worden.

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Konzept überzeugte zehnköpfige Jury

Beim "Mitwirk-O-Mat" beantworten Nutzerinnen und Nutzer eine Reihe kurzer Fragen zu ihren persönlichen Interessen, um anschließend zu erfahren, welche lokalen Vereine und Organisationen zu ihnen passen. Mittlerweile beteiligen sich in Lüneburg 68 Initiativen und über 1000 Bürgerinnen und Bürger daran. Das Konzept überzeugte die zehnköpfige Jury um Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Am Freitag findet die Ehrung der Gewinner im Livestream des Digitaltages mit der Staatsministerin und Digitalisierungsbeauftragten Dorothee Bär statt.

"Unsere digitale Anwendung hat den großen Vorteil, dass sich das Ganze einfach auf andere Städte übertragen lässt," meint Englisch. Aktuell sei das Programm in Gütersloh und Nürnberg in der Testung. Wenn der Prozess erprobt ist, wollen die Initiatoren den "Mitwirk-O-Mat" bundesweit ausrollen. "Wir haben schon weitere Anfragen, die wir dann abarbeiten werden."

Programm nun professionalisieren

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sei dafür eine große Hilfe, sagt Englisch. Denn das Programm funktioniere zwar schon einwandfrei, könne jedoch noch verbessert werden: "Wir könnten noch mehr Funktionen einbauen und am Aussehen arbeiten." Für die Professionalisierung wollen Schröder und Englisch eine Rechtsform gründen und eine Mitarbeiterin einstellen. Auch dafür sei das Startkapital eine große Stütze.

Dass sie den Preis wirklich gewinnen würden, daran hatten die Ehrenamtlichen nicht geglaubt. "Wir haben uns selbst beworben und natürlich ist da dann auch die Hoffnung, zu gewinnen. Aber da dort auch Vereine mitmachen, die schon seit vielen Jahren aktiv sind, haben wir nicht wirklich daran geglaubt." Umso größer die Freude, als der Anruf kam: "Dass wir den Preis für digitales Miteinander erhalten, ist für uns die größte Bestätigung, um weiterzumachen", sagt Schröder. lz/lvc

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