Taubenplage in Lüneburg

Stadt stellt ersten Container auf: So soll die Tauben-Population eingedämmt werden

Der erste Container für Lüneburgs Tauben wurde aufgestellt.

Der erste Container für Lüneburgs Tauben wurde aufgestellt.

Lüneburg. In einem klassischen Überseecontainer sollen sich Lüneburgs Stadttauben künftig niederlassen, um zu brüten. Die Stadt kommt damit dem Anliegen des Taubenvereins Lüneburg nach, der im Sinne des sogenannten Augsburger Modells um entsprechende Unterstützung der Hansestadt gebeten hatte.

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Der graue Stahlcontainer mit Nistplätzen für rund 190 Tauben wurde jetzt am Standort Friedrich-Ebert-Brücke vor dem DLRG aufgestellt. „Dank der Unterstützung eines städtischen Mitarbeiters aus der Feuerwehr konnten wir den aufwändigen Innenausbau beider Container endlich abschließen“, sagt Susanne Twesten, Fachbereichsleiterin Ordnung und Bürgerservice.

Der Standort für den zweiten Container ist noch nicht abschließend geklärt, konkret vorgesehen ist dafür jedoch „der Bereich der ehemaligen Regierungsvertretung an der Ilmenau“, verrät Stadtsprecherin Ann-Kristin Jenckel. Darüber müsse aber noch abgestimmt werden.

Augsburger Modell: Eier gegen Attrappen austauschen

Seitens des Taubenvereins wird das Ziel verfolgt, die Population der Stadttauben in Lüneburg durch die Errichtung von Taubenhäusern mittel- bis langfristig zu reduzieren. Nach dem Augsburger Modell werden die Tauben zum Nisten und Brüten in die Container gelockt, um anschließend die Eier gegen Attrappen auszutauschen.

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Kosten von insgesamt 60.000 Euro

Die fortlaufende Betreuung, sprich das Anlocken, der Austausch der Eier und die Reinigung der Container wird der Stadttaubenverein übernehmen. Die Finanzierung der Container inklusive Um- und Ausbau übernimmt die Stadt. Die Beschaffungskosten für beide Container belaufen sich auf insgesamt 26.000 Euro.

Zusätzlich werden rund 24.000 für den Innenausbau fällig. Besonders ins Budget hätten hierbei die Materialkosten, insbesondere das Holz, geschlagen, erklärt Jenckel.

Problem: Rund 380 Nistplätze nicht ausreichend

„Wir unterstützen diesen Versuch des Stadttaubenvereins“, so Twesten. Allerdings werde das Aufstellen der beiden Container mit insgesamt rund 380 Nistplätzen alleine nicht ausreichen, um die große Anzahl der Tauben in Lüneburg nachhaltig zu reduzieren – zumal sich Tauben exponentiell vermehren. Man müsse zunächst abwarten, ob das Augsburger Modell funktioniere, so Jenckel.

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Tauben dürfen nicht gefüttert werden

„Es ist daher absolut notwendig, das Fütterungsverbot für Tauben konsequent durchzusetzen und auch die Lockfütterungen auf die zur Verfügung stehenden zwei Taubencontainer zu reduzieren“, betont Twesten.

Das Taubenfütterungsverbot werde weiterhin als geeignetes Mittel zur Regulierung der Taubenpopulation bewertet, da das Nahrungsangebot maßgeblich die Größe der Population bestimme.

Stadt will über Umgang mit Tauben informieren

„Allen muss klar sein, dass Tauben zum Leben in einer Stadt dazugehören“, so Twesten. Zugleich müsse man die Beschwerden über Schäden, Verunreinigungen und Belästigungen durch die Stadttauben im öffentlichen wie auch im privaten Raum ernst nehmen und alles dafür tun, um dem entgegenzuwirken.

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„Wir planen, im kommenden Jahr nochmal zum Thema Umgang mit Tauben in der Stadtgesellschaft zu informieren und die Einhaltung des bestehenden allgemeinen Fütterungsverbotes verstärkt zu kontrollieren“, kündigt Twesten an.

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