Trauer um ehemaligen Karstadt-Chef

Karl-Heinz Beeker ist mit 83 Jahren gestorben. (Foto: be)

Karl-Heinz Beeker ist mit 83 Jahren gestorben. (Foto: be)

Lüneburg. Karl-Heinz Beeker reiste als Handelskapitän durch eine andere Epoche der Hansestadt. Da war Karstadt noch die Nummer 1 in Lüneburg und er der Geschäftsführer – ein Vierteljahrhundert lang. Wenn es um Handel und Wandel ging in Lüneburg, war seine Stimme gefragt. Schließlich profitierte die ganze Innenstadt vom sogenannten „Karstadt“-Effekt, rund zehn Prozent des Kundenstroms wurden dem Kaufhaus zugerechnet. Jetzt ist Beeker im Alter von 83 Jahren gestorben.

Ob Parkplätze, Feste und oder Weihnachtsgeschäft, Beeker meldete sich in der Werbe- und Parkgemeinschaft, später in der Marketing GmbH zu Wort und natürlich immer, wenn es ums Geschäft an sich ging. Das Wort „Kleinteiligkeit“ klingt mir bis heute im Ohr. Immer mit diesem leichten Slang, der nach Ruhrpott klang, dem Sitz der Karstadt-Zentrale. Er selbst wurde in Wanne-Eickel geboren. Egal, wie das Geschäft war, wenn wir nach der Bilanz fragten, bei den „kleinteiligen Waren“ lief es eigentlich immer gut.

Beeker war seinerzeit für rund 420 Mitarbeiter verantwortlich, bei seinem Abschied in den Ruhestand 1999 erwirtschaftete das Haus einen Jahresumsatz von 85 Millionen Mark. Er blieb in Lüneburg. Beeker war kein lauter, sondern ein beharrlicher Zeitreisender mit einem verschmitzten Lächeln um die Mundwinkel. jj

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