Lüneburg als Zukunftsstadt: Autos suchen sich Parkplätze selber

Wie soll Lüneburg in Zukunft aussehen? Foto: Michael Behns

Wie soll Lüneburg in Zukunft aussehen? Foto: Michael Behns

Lüneburg. Mit dem Projekt „Lüneburg 2030+“ bereitet sich die Stadt auf die Zukunft vor. Fünf Lüneburger*innen erzählen hier, was sie sich von ihrer Zukunftsstadt erhoffen

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Lars Werkmeister, Geschäftsführer von Lüneburg Marketing

Werkmeister beschäftigt sich intensiv mit der Außenwirkung der Stadt und ihren touristischen Angeboten. Geht es nach ihm, soll Lüneburg unbedingt seine Backsteinhäuser und die Verweise auf die Salzstadt behalten. Besucher*innen möchte er auch in Zukunft das Gefühl geben, durch die Zeit zu reisen. Er hofft, dass sie dann geschichtliche Szenen mithilfe technischer Möglichkeiten wie 3D-Brillen nacherleben können. Historische Kulissen könnten auch in Form kurzer Szenen virtuell nachgestellt werden. Der Alltag wird sich durch technische Neuerungen verändern. Digitale Plattformen übernehmen beispielsweise die Parkplatzsuche, und ausgebaute Fahrradwege bringen mehr Menschen als bisher dazu, auf das Fahrrad umzusteigen.

Thorben Graf, aktiv in der Jungen Union



Graf hofft, dass die Stadt sich zu einer Smart City entwickelt, in der es überall schnelles 5G-Netz gibt. Die digitale Entwicklung macht es dann möglich, ein selbstständig fahrendes Taxi zu rufen und auch spät nachts noch aus der Innenstadt nach Hause zu kommen. Auch die politische Arbeit wird seiner Meinung nach digitaler. Schon jetzt findet viel Öffentlichkeitsarbeit über Social Media statt, zurzeit gibt es sogar digitale Stammtische oder Demonstrationen. Solche Online-Formate werden das politische Engagement in Zukunft vereinfachen, glaubt Graf.

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foto: Michael Behns clever karte auf die zwölf

foto: Michael Behns clever karte auf die zwölf

Böhme postet auf ihrem Instagram-Account „whatslueneburg“ täglich Tipps für Restaurants und Veranstaltungen. Für das Jahr 2030 wünscht sie sich, dass die Menschen in Lüneburg auf einer Sharing-Plattform nicht nur Fahrräder und Autos teilen, sondern dort auch Lebensmittel und Unterstützung in der Nachbarschaft finden können. Für Tourist*innen soll es noch einfacher werden, die Empfehlungen von ihrem Blog abrufen zu können. Wenn man an besonderen Orten in Lüneburg vorbeiläuft, zeigen Push-Benachrichtigungen auf dem Handy direkt an, wie alt das Gebäude ist oder wie der Käsekuchen in dem Café schmeckt.

In Idekers Vision liegen Sozialwohnungen oder gemeinschaftliche Orte wie die Herberge Plus, in der wohnungslose Menschen wohnen, künftig in Städten nicht mehr am Rand. Außerdem werde es in 15 Jahren ein Projekt geben, dass die Verschwendung von Lebensmitteln oder auch Kleidung reduziert. Eine Initiative wird dafür mit den Supermärkten zusammenarbeiten und übrig gebliebene Produkte weitervermitteln. Der digitale Fortschritt wird es Menschen zudem erlauben, flexibler an Gottesdiensten teilzunehmen. Persönliche Begegnungen wird die Technik aber nicht vollständig ersetzen können, glaubt Ideker: Die Kirche soll ein Anlaufpunkt für Menschen bleiben.

Trilsbeek gefällt das Kopfsteinpflaster der Innenstadt, gleichzeitig wünscht sich die Studentin, dass Lüneburg in den nächsten Jahren mehr in die Fahrradfreundlichkeit und Barrierefreiheit der Stadt investiert. Betonwege über die Straßen könnten unter anderem für Rollstuhlfahrer*innen verbesserte Zugänge schaffen.

Die Zukunftsstadt sollte den Menschen zudem mehr Orte für Veranstaltungen bieten, etwa ein vom AStA betriebener Club und ein Hochschulsportzentrum, das offen für alle ist.

Und wie ändert sich die Mensa? Trilsbeek glaubt, dass es weiterhin die berühmten Kartoffelspalten geben wird – aber mit einer veganen Knoblauchsoße.

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