Sonntag , 4. Dezember 2022
Anzeige
Mülltonnen
(Symbolfoto: t&w)

Müllgebühren sollen angehoben werden

Im Wirtschaftsausschuss des Lüneburger Rates wurde jetzt die Kalkulation für die künftigen Müllgebühren vorgestellt. Die schlechte Nachricht. Die Entsorgung wird teurer für die Bürger. Allerdings ist das Plus überschaubar: Bei einem 4-Personen-Haushalt sind es künftig – die Zustimmung des Rates vorausgesetzt – 8,40 Euro mehr im Jahr.

Lüneburg. Einwohner der Stadt Lüneburg müssen im kommenden Jahr höhere Müllgebühren zahlen. Der Abfallentsorger GfA strebt eine Anhebung um durchschnittlich 5,9 Prozent an. Die Gebührenbedarfsrechnung war jetzt Thema im Wirtschaftsausschuss, die Mitglieder votierten einstimmig für die Erhöhung der Gebührensätze. Außerdem lobten sie Service und Leistung der GfA sowie deren Mitarbeiter.

Zurück auf dem Niveau von 2010

In den vergangenen zehn Jahren konnten sich die Bürger über zwei Gebührensenkungen in den Jahren 2012 und 2013 freuen, mussten zum 1. Januar 2018 dann allerdings wieder tiefer in die Tasche greifen. "Mit der jetzt geplanten Erhöhung kehren wir auf das Niveau des Jahres 2010 zurück", machte Oliver Schmitz, Vorstand der GfA, im Ausschuss deutlich.

Als Gründe für die Erhöhung der Gebühren nannte Schmitz die über die Jahre gestiegenen Personalkosten, höhere Sammelmengen und auch teilweise gestiegene Verwertungskosten für manche Abfallarten. "In diesem Jahr sind aufgrund der Corona-Pandemie vor allem die Sammelmengen von Sperrmüll und Grünabfall ganz erheblich gestiegen – dies ist sicherlich auch eine Folge der allgemeinen Aufräumaktionen der Bürger während des Lockdowns."

Verwaltungsausschuss und Rat müssen noch zustimmen

Unter dem Strich prognostiziert der Müllentsorger in diesem Jahr ein Defizit von rund 186.000 Euro, für das kommende Jahr sogar rund 433.000 Euro. Da die Gesellschaft im Gebührenbereich kostendeckend arbeiten muss, sollen die Gebühren also um durchschnittlich 5,9 Prozent angehoben werden. Konkret bedeutet das bei 14-tägiger Abfuhr des Restmülls zum Beispiel folgende Kosten pro Jahr, denen allerdings noch der Verwaltungsausschuss der Stadt und der Rat zustimmen müssen.

▶ 2-Personen-Haushalt mit 40-Liter-Tonne: 90,40 Euro statt bisher 86 (ohne Behälterservice). 122,80 Euro statt bisher 118,40 Euro (inklusive Behälterservice).

▶ 4-Personen-Haushalt, 80-Liter-Tonne: 148,80 Euro (bisher 140,40 Euro, ohne Behälterservice). 181,20 Euro statt bisher 172,80 Euro (inklusive Behälterservice)

▶ 33-Personen-Gemeinschaft, 660 Liter Restmüll-Behälter: 1027,60 Euro statt bisher 960,80 Euro. Inklusive Behälterservice: 1060 Euro (bisher 993,20 Euro).

Auch die Entsorgung des Bioabfalls wird teurer (immer pro Jahr):

▶ 120-Liter-Behälter: 22,60 Euro (bisher 21,60 Euro). Mit Service: 55 Euro statt bisher 54 Euro.

▶ 240 Liter-Behälter: 34,20 Euro statt bisher 32,60 Euro. Mit Service: 66,60 Euro statt bisher 65 Euro.

Von Antje Schäfer