Mittwoch , 30. November 2022
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Gassenzauber: Lichterzauber und Weihnachtsstimmung

Lüneburg. Etwas ganz Besonderes in diesen Corona-Zeiten hat sich jetzt das Stadtmarketing für die Lüneburgerinnen und Lüneburger einfallen lassen. In diesem Jahr muss vieles, was sonst in der Vorweihnachtszeit Freude bereitet hat, coronabedingt ausfallen. Deshal haben sich Lars Werkmeister und Matthias Schneider von der Lüneburg Marketing GmbH (LMG) voll ins Zeug gelegt, um den Menschen trotz aller Beschränkungen etwas spezielles für einen sicheren Weihnachtsbummel zu bieten. In wenigen Wochen wurde ein Projektplan entwickelt, der die ausgefallenen Weihnachtsstadt und den abgesagten Weihnachtsmärkten etwas entgegenhalten soll.

"Von der ersten Idee bis jetzt, hat es nur drei oder vier Wochen gedauert", sagt Lars Werkmeister bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Stadt. Schnell musste es gehen. Nachdem in diesem Jahr sämtliche Veranstaltungen ausgefallen sind, die das LMG geplant hatte und die wichtig auch für den Handel in der Innenstadt gewesen wären, sollte mit dem Gassenzauber ein Projekt geschaffen werden, das allen zugutekommt. Das sieht auch Matthias Schneider so: "Das ist jetzt besonders erfreulich für uns, weil viele - wenn nicht alle - Veranstaltungen, die wir in diesem Jahr geplant hatten, ausgefallen sind".

Lichterreise durch die Innenstadt

Mit der finanziellen Unterstützung der Lüneburger Kaufleute, vertreten durch Michael Zeinert von der IHK, konnten in der Innenstadt mehrere Lichtinstallationen geschaffen werden: "Das ist in diesen Zeiten ein starkes Zeichen des Zusammenhalts", sagt Zeinert und ergänzt: "Die Kaufleute haben damit gezeigt, dass ihnen der Standort Lüneburg wichtig ist". Ein Zeichen das im Augenblick besonders bedeutend sei. Schließlich gehe es "um nichts weniger als die Rettung der Lüneburger Innenstadt".

Glockenhof, St. Nicolai und Rathaus

Wichtig war dieses Projekt auch Ingo Dietzelt: "Es hat mich sehr gefreut, dass ich hier mitmachen kann", sagt der Panirama-Geschäftsführer und Illuminations-Techniker aus Lüneburg. Er konnte die Pläne der LMG in kürzester Zeit umsetzen und schuf an verschiedenen Orten der Innenstadt größere und kleinere Lichtinstallationen. Die Größte? Wohl die an der St. Johanniskirche. "Wir haben historische Motive gewählt, die in die Viertel und zu den jeweiligen Gebäuden passen".

Jede der Installationen wird an den Adventssonnabenden begleitet von einem oder einer Stadtführerin, die den Interessierten in mittelalterlicher Kutte Interessantes zu den einzelnen Installationen berichten. Die Beleuchtungsaktion läuft vom 25. November bis zum 27. Dezember, unter anderem im Glockenhof, an der St. Nicolai Kirche und am Rathaus.

Adventskalender und Weihnachtsbäume

Aber es gibt noch mehr zu entdecken. Die ganze Innenstadt wurde von der LMG in einen begehbaren Adventskalender verwandelt. In 24 Schaufenstern warten 24 Gewinne auf die Weihnachtseinkäufer. Bis zum 31. Dezember wird jeden Tag um 10 Uhr ein Türchen auf einem beklebten Schaufenster geöffnet und bietet die Möglichkeit zu gewinnen.

Auch 200 Tannenbäume wurden in der Innenstadt aufgestellt. Kindergärten, Schulen und Familien können sich für das Schmücken eines Baumes bewerben und dürfen dann ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Nur wasserfest sollte die Deko sein. Wie jedes Jahr gehören auch die beliebten Märchenhütten zum Gassenzauber. Coronabedingt sind sie allerdings etwas weitläufiger verteilt, damit sich während der Geschichten vom Froschkönig, Aschenputtel, dem tapferen Schneiderlein und weiteren auch jeder sicher fühlen kann.

Wer also schon sehnsüchtig auf die Weihnachtszeit gewartet hat, der wird in der Innenstadt in diesem Jahr nicht enttäuscht werden. Der Lüneburger Gassenzauber lädt auch in diesen Zeiten zu einem sicheren Stadtbummel in der Vorweihnachtszeit.

Von Kevin R. Thomas