Dienstag , 6. Dezember 2022
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Gassenzauber
Glühwein wird es künftig in der Lüneburger Innenstadt nur noch ohne Alkohol geben. (Foto: t&w)

Kein Alkohol in Lüneburgs Innenstadt

Direkt nach dem 2. Adventswochenende haben Stadt und Landkreis Lüneburg die Erfahrungen mit dem sogenannten Gassenzauber in der Innenstadt ausgewertet und das weitere Vorgehen abgestimmt. Eine Maßnahme ist, das es künftig keinen Alkohol mehr geben wird.

Lüneburg. Ein Alkohol-Verkaufsverbot in der Innenstadt, mehr Verzehrbereiche, deutlich mehr Ordnungspersonal und eine verbesserte Beschilderung: Diese Konsequenzen ziehen Stadt und Landkreis Lüneburg aus dem ersten Wochenende des so genannten „Gassenzaubers“, der nach Einschätzung der Polizei am Sonnabend aufgrund des großen Besucherandrangs zeitweilig aus dem Ruder gelaufen war. Außerdem soll die Anzahl der Weihnachtsstände auf dem Marktplatz am Wochenende reduziert werden.

Es ist quasi eine Kehrtwendung um 180 Grad: Hatte es am Sonnabend und Sonnabend noch rund 20 Glühwein-Stationen in der gesamten Innenstadt gegeben, so soll ein Alkoholverkauf ab sofort komplett untersagt werden. Lüneburger Gastronomen hatten vor ihren Läden provisorische Stände aufgebaut, sie dürfen dort jetzt nur noch alkoholfreie Getränke veräußern.

Das ursprüngliche Konzept der „Weihnachtsinseln“ sah eigentlich vor, dass Besucher an den 22 Buden Essen und Trinken kaufen, dieses aber nur in ausgewiesenen Bereichen verzehren dürfen. Ein Konsum im Stehen und Gehen ist angesichts der Maskenpflicht in der Innenstadt verboten. Daran hielt sich aber kaum niemand, stellte die Polizei fest. Von den Verzehrzonen hatten die meisten Besucher noch nichts gehört, sie waren ohnehin überfüllt.

Auch da will die Stadt jetzt nachbessern: Die bestehenden Verzehrzonen werden aufgestockt. So werden die Zonen an der Bardowicker Straße und vor dem Landgericht vergrößert. Außerdem gibt es am Sande ergänzend zu den Verzehrzonen vor der IHK und an der St.-Johannis-Kirche künftig eine dritte in Höhe der ehemaligen Einhorn-Apotheke. Verzehren darf man Essen und Getränke außerdem auf den in der Stadt verteilten Bänken, auch deren Zahl soll aufgestockt werden.

Außerdem wird die Beschilderung, mit der man auf die Regeln für den Getränke- und Speiseverzehr hinweist, verstärkt. „Es werden kurzfristig mehr Plakate an den Eingängen und zentralen Plätzen der Stadt aufgehängt“, erklärt Stadtsprecherin Suzanne Moenck. Weiterhin werde man sowohl den Sicherheitsdienst als auch den städtischen Ordnungsdienst deutlich verstärken und das Verkaufspersonal in den Buden nochmals sensibilisieren.

Die Zahl der Weihnachtsbuden auf dem Marktplatz vor dem Rathaus wird am Wochenende reduziert. Dort stehen in drei abgetrennten Bereichen je drei Stände, sonnabends und sonntags dürfen davon nur noch zwei öffnen.

Von Thomas Mitzlaff