Samstag , 3. Dezember 2022
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Bombenfund in Geesthacht
Nur 20 Meter von der Stelle entfernt, an der die vergangene Woche aufwendig entschärfte Bombe gelegen hatte, ist erneut ein Bombenblindgänger gefunden worden. (Foto: tja)

Erneuter Bombenfund in Geesthacht

Auf einer Baustelle in der Geesthachter Hafencity  ist erneut ein Bombenblindgänger gefunden worden. Etwa 450 Anwohner und Mitarbeiter aus Gewerbebetrieben im 500-Meter-Umkreis müssen evakuiert werden. Für Anwohner, die keine andere Bleibe finden, wird das deutsche-Rote-Kreuz wieder eine Notunterkunft in der Sporthalle der Alfred-Nobel-Schule an der Grenzstraße herrichten.

Geesthacht. Auf der Baustelle für das Wohnungsbauprojekt Elbterrassen III in der Geesthachter Hafencity ist am Mittwoch erneut ein Bombenblindgänger gefunden worden. „Nur 20 Meter von der Stelle entfernt, an der die vergangene Woche aufwendig entschärfte Bombe gelegen hatte“, erklärte Torben Heuer, der Sprecher der Stadtverwaltung. Geplant ist derzeit, die 500-Ibs-Bombe amerikanischer Bauart am morgigen Freitag ab 11 Uhr unschädlich zu machen.

Wie berichtet, war am 3. Dezember auf der Baustelle bereits ein Blindgänger gefunden worden. Nach intensiven Vorbereitungen wurde dieser am 10. Dezember entschärft. Heuer: „Diesmal erwartet uns genau dasselbe Prozedere.“ Im Detail heißt das, dass erneut etwa 450 Anwohner und Mitarbeiter aus Gewerbebetrieben im 500-Meter-Umkreis evakuiert werden müssen. Zahlreiche Straßen werden für die Entschärfung gesperrt und die Schifffahrt auf der Elbe zwischen Schleuse Geesthacht und Schiffshebewerk Scharnebeck eingestellt. Für Anwohner, die keine andere Bleibe finden, wird das deutsche-Rote-Kreuz wieder eine Notunterkunft in der Sporthalle der Alfred-Nobel-Schule an der Grenzstraße herrichten.

Laut Heuer gehen die Experten des Kampfmittelräumdienstes aus groß Nordsee bei Kiel auch diesmal wieder davon aus, dass sie den Kopfzünder mithilfe eines Hochdruckwasserschneidgeräts entfernen werden müssen. So war es auch vergangene Woche. Hintergrund: beim Aufprall nach dem Abwurf der Bombe am 7. April 1945 hatte sich die Bombe verformt. Der Zünder ließ sich nicht mehr herausschrauben. tja

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